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Oktober 2010

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             ...eine Auswahl !

 

Inhalt

Hallo Kl. Wien statt Halloween - 500. Besucher - Jugendmesse am 11. September - After Church Party - Firmung 2011: Elternabend und erste Zusammenkunft - St. Georg jetzt vollständig ergraben - Eröffnung des Marktplatzes - Erfolgreiches Pfarrfest - Maria Taferl neu eröffnet - Verkehrszählung - Bischof Adalberos 1000. Geburtstag - Europa ist nur eine kleine kühle Insel... - Kapellenfest in Paudorf - Pater Dr. Gregor Martin Lechner ist 70 Jahre jung - Ministranten sind wichtig - Neuer Dechant

Pilgerinformation für Santiagopilger

          Artikel des Pfarrblattes, welche hauptsächlich Pfarrtermine betreffen, finden Sie auf der Seite  Pfarre-aktuell (News)

 


 

Nach best besuchter Jugendmesse am Pfarrfest:

HALLO Kl. Wien statt HALLOWEEN

 

Die Organisatoren der ersten Jugendmesse im Rahmen eines Pfarrfestes waren am 11. September wirklich nicht „alone“.

Mehr als 170 Personen, darunter jede(r) Zweite unter 20 Jahre jung, feierten am 11. September die Jugendmesse „Never alone“ in St. Altmann.Nie zuvor war eine Jugendmesse in Paudorf besser besucht.

„Saturday evening rock“ gestaltete den von Pfarrblatt-Jungredakteuren vorbereiteten Gottesdienst. Für eine dezente, sehr schöne Lichtgestaltung sorgten Josef Harrauer und sein Team.

Hallo Klein WienAnschließend erfreute DJ Schal die Pfarrfest-Besucher auf der Hellerhofveranda nicht bis Mitternacht, wie vorgesehen, sondern um einiges länger. Allen ein herzliches Danke!

Die jugendlichen Redakteure des Pfarrblatts laden am Sonntag, 31. Oktober um 19.19 Uhr zu einer Jugendmesse auf dem Friedhof von Klein Wien ein. Bei Schlechtwetter in die Kirche St. Blasien.

Manche feiern seit einigen Jahren an diesem Tag das importierte „Halloween“, ein ursprünglich keltisches Totenfest.

Wir feiern statt Halloween eine Jugendmesse unter dem Titel „HALLOKL.WIEN“.

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500. Besucher500. Besucher

 

Museums-Leiterin Hannelore Rinnofner konnte am 12. September eine Lehrerkollegin als 500. Besucherin des neuen „Abt Johannes Dizent Museums“ willkommen heißen:  Margit Burchhart aus Paudorf.

Als kleines Geschenk wurde eine Flasche „Museums-Wein“ überreicht.

Abt und Kämmerer im Museum  

 

 

Im Rahmen des Pfarrfestes besuchten auch Abt Mag. Columban Luser und Prior Mag. Maximilian Krenn das neue Museum.

 

 

 

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Jugendmesse am 11. September

 

Jugendmesse2d

 

„Da spricht Gott zu uns“

In der 4b-Klasse der Volksschule Paudorf hat P. Udo die Frage gestellt: „Wo spricht Gott zu uns?“

Jugendmesse2bDie Antworten kamen in dieser Reihenfolge:

* In unserem Herzen. Es wird einem warm, wenn wir Gutes tun und kalt, wenn etwas falsch war. Manche sagen dazu auch Gewissen.

* In der Kirche. Wenn die Bibel vorgelesen wird.

* Beim Beten.

* Auch durch unsere Eltern. Sie meinen es gut mit uns- wie Gott.

 

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After Church Party

 

Jugendmesse2fEin Riesenerfolg war auch diesmal wieder die Jugendmesse im Hellerhof, am Samstag des Pfarrfestes.

 Die Band „Saturday Evening Rock“ war sehr mitreißend. Bei der anschließenden After Church Party“ mit der musikalischen Gestaltung durch DJ Schal ging die Post ab bis in die frühen Morgenstunden.

Am 31. Oktober folgt die nächste Jugendmesse mit dem Moto „HALLOWIEN“.

                              PSSSS!

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Firmung 2011: Elternabend und erste Zusammenkunft

 

Wer 2011 das Sakrament der Firmung empfangen will, muss sich bis Sonntag, 3. Oktober, nach einer Wochen- oder Sonntagsmesse bei P. Udo melden.

Zur Firmung kann gehen, wer das 14. Lebensjahr bis 31. August 2011 (!) vollendet.

Die Eltern sind eingeladen, am Freitag, 8. Oktober, um 19.30 Uhr zu einer Besprechung in den Hellerhof zu kommen.

Die erste Zusammenkunft der Firmlinge findet am 10. Oktober 2010 nach der Sonntagsmesse statt.i

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Kirche St. Georg - Grundrissplan

St. Georg jetzt vollständig ergraben

 

Die sechste und letzte Lehrgrabung am Göttweiger Predigtstuhl wurde am 2. September erfolgreich beendet. In diesem Jahr wurde die Westmauer der Kirche St. Georg entdeckt. Der Chorraum konnte durch die außerhalb der Kirchenmauer freigelegten Taufenkinder-Bestattungen ermittelt werden.

St.Georg vollständig ergrabenAuch dieses Jahr wurden Münzen und Kleinkindgräber gefunden. Entdeckt wurden auch Spuren eines Anbaus an der Südmauer, die von den in der „Vita Altmanni“ genannten Gebäuden der Inklusinnen stammen könnten.

Univ.-Prof. Dr. Otto Urban bot auf Initiative von Abt Columban diesem und 40 weiteren Interessierten am 25. August eine – kurzfristig anberaumte- letzte Führung.

Kirche auf dem PredigtstuhlDer Grabungsplatz wird voraussichtlich noch heuer zugeschüttet. Um den Grundriss der Kirche und ihres hölzernen Vorgängerbaus auch künftigen Besuchern zeigen zu können, werden entsprechende Maßnamen ergriffen, über die das Pfarrblatt selbstverständlich informieren wird.

Träger der Ausgrabungen waren das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien (Univ.-Prof. Dr. Otto Urban), das Bundesdenkmalamt (Mag. Christoph Blesl) und der Verein „Freunde der Kirche St. Georg auf dem Göttweiger Berg“, in dem die Gemeinden Paudorf und Furth, Stift Göttweig und die Pfarre Paudorf-Göttweig zusammenwirken.

Ausgrabungsleiterin war bereits das dritte Jahr in Folge Mag. Barbara Hausmaier, die die 12 Studierenden höchst zu motivieren verstand.

Besonderer Dank gilt Herta Hochgötz, die sechs Jahre lang den Studenten das Frühstück bereitete, sowie Hannelore Rinnofner und Karl Skorsch für viele Hilfsdienste.

 

So groß war die Kirche auf dem Predigtstuhl

 

P. Udo hat die Größe der Kirche St. Georg vermessen:

Der Altarraum (Chorquadrat) war 3,8 m tief und 2,6 m breit.

Das Kirchenschiff war 7,7 m lang und 5 m breit.

Zum Vergleich: Die romanische Kirche St. Blasien war ein wenig größer: Das Kirchenschiff um 50 cm breiter und ca. 1,5 m länger.

Das Chorquadrat war um 50 cm tiefer und um ca. 1,5 m breiter.

Während bei der Kirche St. Georg auch die Westmauer gefunden werden konnte, war dies bei St. Blasien nicht mehr exakt der Fall.

Die Mauer des Kirchenschiffs von St. Georg war vermutlich 7 bis 8 m hoch. Hätte sie keine Decke aufgewiesen und wäre in ihr der Blick auf das Dachgebälk möglich gewesen, wäre der Kirchenraum nur unwesentlich niedriger gewesen als der Kirchenraum St. Altmann über dem Altar.

Der Holz-Vorgängerbau der steinernen Kirche St. Georg war ca. 3 m breit und 6 m lang.

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Eröffnung des Marktplatzes

Marktplatz Paudorf

Am 26. Oktober wird der neue Paudorfer Marktplatz eröffnet.

Die Details finden Sie unter den „Pfarrterminen“. Unser Foto vom 18. September zeigt den zwischen dem Schulparkplatz und der im Bau befindlichen Wohnanlage „Betreubares Wohnen“ gelegenen Marktplatz vor seiner Fertigstellung.

 

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Erfolgreiches Pfarrfest - Danke!

 

Obwohl die Abrechnung noch nicht abgeschlossen ist, kann jetzt schon gesagt werden, dass das 24. Pfarrfest das bislang finanziell erfolgreichste war. Höhepunkt war zweifelsohne die Jugendmesse, die erstmals in diesem Rahmen gefeiert wurde.

 

Herzlichst gedankt sei allen, die zum guten Gelingen beigetragen haben:

* Allen Besuchern

* Der Raiba Paudorf für die Kinderhüpfburg

* Herrn Alfred Schmidmeier (DJ Schal)

* Der Jugendband “Saturday night rock“

* Dem Beleuchtungsgenie Josef Harrauer und Freunde

* Den jugendlichen Disc-Jockeys Philipp Heninger und Maximilian Härtinger

* Der Musikkapelle Paudorf (Ltg. MS-Dir. Friedrich Haupt) für Festmessgestaltung und Frühschoppen

* Allen Frauen für die die köstlichen Mehlspeisen

* Allen Winzern für die gespendeten Weine

* Der Jungschar (Ltg: Andrea Kieninger) für das Kinderprogramm

* Allen Firmen für Transparente und Werbung

* Allen weiteren Gebern von Sach- und Geldspenden

* Den Pfarrgemeinderäten, Helferinnen und Helfern

Zahlreiche Ehrengäste konnten begrüßt werden:

* Aus Trebic: Ing. Jaroslav Maxa und sechs weitere Freunde

* Abt Mag. Columban Luser, Prior P. Mag. Maximilian Krenn und drei weitere Göttweiger Konventuale

* Stadtpfarrer Mag. Anton Hofmarcher und Kaplan Mag. Marian Lewicki (Krems-St. Paul)

* Stadtpfarrer Mag. Josef Rennhofer (Waidhofen/Th.)

* Pfarrer Mag. Franz Ofenböck (Hadersdorf/Kamp)

* Pfarrer P. Mag. Clemens M. Reischl (Mautern)

* Pfarrer P. Mag. Maurus Kocher (Brunnkirchen)

* PGR-Obm Ing. Walter Eder (Statzendorf)

* Bürgermeister Leopold Prohaska und Vizebürgermeister Reg.-Rat Josef Böck

* Altbürgermeister Anton Greimel (Paudorf) und Ök.-Rat Josef Ramoser (Furth)

* Kindergarten-Dir. Maria Reithmayr

* Lebenshilfe-Leiterin Eveline Helm

* Lebenshilfe-Obmann Josef Burger

* Mag. Christoph Blesl, Leiter der Ausgrabungen am Göttweiger Predigtstuhl

* Marjana Gaponenko (Frau Ava Literaturpreisträgerin 2009)

Das Wetter war spätsommerlich angenehm.

Dank an Mag. Blesl   <<< Vorstandsmitglieder des Vereins „Freunde der Kirche St. Georg“ überreichen beim Pfarrfest Mag. Christoph Blesl eine Magna-Flasche als kleinen Dank für seine großartige und erfolgreiche Tätigkeit am Göttweiger Predigtstuhl.

70. Geburtstag  

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Festmesse wurde unserem Herrn Mesner Josef Ruhm zum 70. Geburtstag gratuliert. >>>

 

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33 Schritte mit Maria zu Jesus

 

Maria TaferlAm 12. September wurde die renovierte Kirche Maria Taferl, Niederösterreichs größter Marienwallfahrtsort, anlässlich des 350 Jahr-Jubiläums neu eröffnet. Das nahm Bischof Klaus Küng zum Anlass, die Gläubigen zu einer 33tägigen geistlichen Wallfahrt einzuladen.

Wer mitmachen möchte, erhält vom  Pfarramt 3672 Maria Taferl kostenlos ein Heft mit Meditations- und Gebetstexten für 33 Tage 5.November - 8.Dezember).

Unsere Pfarre schließt sich gern an. Hat sie sich dort 1983 der Muttergottes geweiht. Das Mariä Empfängnis-Fest hatte überdies große Bedeutung für den Hellerhof.

Am 8. Dezember 1939 wurde hier mit der Feier von regelmäßigen Fest- bzw. Sonntagsgottesdiensten begonnen.

Das Schreiben zur Einleitung der Errichtung des Pfarrzentrums Hellerhof trägt das Datum 8. Dezember 1987.

Die für den 8. Dezember in Maria Taferl vorgesehene Tauferneuerung findet für unsere Pfarre im Rahmen der Festmesse im Hellerhof statt.

Wer mitmachen und die Gratis-Unterlagen erhalten möchte, kann sich direkt an das Pfarramt Maria Taferl wenden oder in die in unseren Kirchen und Kapellen aufliegenden Listen eintragen.

Der Festgottesdienst in Maria Taferl findet am 8. Dezember um 18 Uhr statt.

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Verkehrszählung

 

Am 7. September veranstaltete die Bürgerinitiative „Lebenswertes Paudorf“ eine 12stündige Verkehrszählung: Danach verließen zwischen 6 und 18 Uhr 297 LKW den Steinbruch der Fa. Asamer in Meidling.

Man ging bisher von 100 Ausfahrten pro Tag aus. Die LKW kehren normalerweise wieder in den Steinbruch zurück. Damit ist die Straßenbelastung doppelt so hoch.

147 LKW fuhren Richtung Krems, 150 Richtung St. Pölten

Im Zusammenhang mit dem geplanten neuen Steinbruch sorgt eine ansteigende Zahl anonymer Briefe und Flugzettel für Unruhe und böses Blut. Pro und Contra spalten Parteien, Vereine und selbst Familien.

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Bischof Adalberos 1000. Geburtstag:

„Familie” seines besten Freundes feierte mit

 

Stift Lambach feierte am 19. September den 1000. Geburtstag seines Gründers, Bischof Adalbero von Würzburg. Dessen engster Freund war Bischof Altmann von Passau. Daher verabsäumte es dessen „Familie“ aus Paudorf-Göttweig nicht, zur Gratulation anzureisen – und wurde von Abt Mag. Maximilian Neulinger herzlichst begrüßt.

 

Zum Fest bei strahlendem Wetter waren in erster Linie die acht Lambacher Stiftspfarren eingeladen. Die Pilger aus Paudorf, für die Abt Maximilian Ehrenplätze in der Kirche reserviert hatte, stellten etwa ein Zehntel der „Gratulanten“.

Sie durften in den ersten Reihen rechts vor dem Altar mit der Adalbero-Kopfreliquie Platz nehmen und am Ende der Festprozession ein Gebet sprechen.

Am Vormittag erlebten die Paudorfer Pilger eine interessante Führung im Schiffleutmuseum von Stadl-Paura, das der Größe nach unserem Abt Johannes Dizent-Museum sehr ähnlich ist.

Große Bewunderung erregte die Dreifaltigkeitskirche von Stadl-Paura. Die schönste Barockkirche Österreichs wurde von Abt Maximilian Pagl erbaut, in dessen Elternhaus heute das Schiffleutmuseum untergebracht ist.

Nach dem Mittagessen im Stiftskeller geleitete eine hervorragende Führerin die Paudorfer durch die Lambacher Schatzkammer. Höhepunkt war die Besichtigung der Fresken aus der Zeit der Bischöfe Altmann und Adalbero – die ältesten romanischen Fresken Österreichs!

Festgottesdienst in LambachDas Pontifikalhochamt, bei dem P. Udo konzele- brieren durfte,  leitete der Linzer Bischof Ludwig Schwarz. Er erinnerte daran, dass in der Diözese viele internationale Heilige verehrt werden. Adalbero sei jedoch ein waschechter Oberöster- reicher. Ihm würde noch viel mehr Ehre im Land gebühren.

Der Messe schloss sich eine Reliquienprozession an, die auf den Marktplatz und zuletzt in den Stiftshof führte. Beim letzten Altar durfte PGR Gebhard Sommerauer auf Einladung von Abt Maximilian das letzte Gebet sprechen, das allen gewidmet war, „die Gott suchen“.

An die beinahe dreistündige liturgische Feier schloss sich eine üppige Agape mit Gulaschsuppe, Bier, Torte und Kaffee an.

Dem Bildungswerk (Ltg.: Erika Schanner) sei für die Organisation dieser Pilger- und Geburtstagsfahrt herzlichst gedankt.

Die Paudorfer fühlten sich in Lambach voll zu Hause, war doch auf Schritt und tritt ihr Pfarrgründer und Kirchenpatron St. Altmann zu spüren.

P. Udo besuchte auch die etwas abseits gelegene frühere Lambacher Pfarrkirche, die um 1370 erbaut wurde und seit Josephs II. Zeiten als Friedhofskirche dient. Mit ihren zwei tragenden Säulen im Kirchenschiff ist sie der einige Jahrzehnte später errichteten Göttweiger Pfarrkirche St. Gotthard (1719 abgerissen) beinahe auf das Haar ähnlich…

 

Bischof Schwarz und Abt Maximilian     Geburtstagstorte von Lambach

Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz und der Lambacher Abt Maximilian Neulinger inmitten von Mitgliedern der Pfarre Paudorf-Göttweig

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Europa ist nur eine kleine kühle Insel

inmitten eines Globus, wo Religion boomt

 

Alle Kreuze und Kopftücher verbannen ist in Europa vielerorts die Antwort auf gelebten Glauben. Das ist ein Irrweg, schreibt Jan Ross. Er  plädiert in der linksliberalen Hamburger „Zeit“ (5.8.2010) unter dem Titel „Willkommen, ihr Götter!“ für ein Europa der Religionen.

Europa sei heute „die glaubensfernste Region der Welt, eine kühle Zone der Säkularisierung auf einem Globus, der sonst von frommen Leidenschaften nur so dampft.“

Europas historische Religion, das Christentum, werde zwar millionenfach gelebt, sei jedoch in der herrschenden Kultur in eine Außenseiterposition geraten.

Europäer werden zu religiösen Analphabeten

Der New Yorker Professor Joseph Weiler, ein praktizierender Jude und prominenter Europarechtler, hat als Anwalt der christlichen Kreuze in Italien von einer „Christophobie“ gesprochen. Die Europäer würden angstvoll von ihren eigenen christlichen Wurzeln und Prägungen flüchten. Jan Ross: „Man könnte auch von einer Art religiösem Analphabetismus sprechen, von der Unfähigkeit, Glauben und Glaubensleben als legitime Kräfte der Gegenwart zu erkennen und anzuerkennen.“

Vor diesem Hintergrund werde der Islam doppelt gefürchtet: als „fremd“ und als „Religion“.

Gleicher Verdacht, gleiche Repression

Plötzlich erscheine vielen in Europa die religionsfeindlichste Religionspolitik die beste zu sein: der Laizismus, die totale Verbannung von Glauben und Kultus aus dem öffentlichen Leben, wie sie in Frankreich praktiziert wird: „So kann man mit gutem Gewissen das muslimische Kopftuch in der Schule verbieten – dann müssen allerdings auch die Kreuze und Kruzifixe verschwinden. Gleiches Recht für alle, das heißt hier: gleicher Verdacht, gleiche Kontrolle, gleiche Repression.“

Europa darf nicht religiös geruchlos werden

Doch das sei ein Irrweg, ein „Verzweiflungsakt ohne Aussicht auf Erfolg.“ Nicht die religiöse Geruch- und Geschmacklosigkeit Europas könne das Ziel sein, sondern nur die religiöse Vielfalt.“

Wie über Wirtschaft und Technologie habe der Westen auch über die richtige Weltanschauungspolitik kein Monopol mehr.

Doch selbst der Westen ist gespalten. In den USA blühe das Christentum, in Deutschland seien Kirche und Staat „ziemlich reibungslose Partner“, in Großbritannien gebe es eine wohlwollende Gleichgültigkeit, wo ein Sikh als Polizist auch seinen religiösen Turban tragen dürfe. In Frankreich würden von Staatschulen verwiesene muslimische Kopftuchträgerinnen Asyl in katholischen Privatschulen finden.

Der Türkei sollte nicht wegen ihrer muslimischen Bevölkerungsmehrheit der Eintritt in die EU verwehrt werden, sehr wohl jedoch wegen ihrer Unterdrückung der christlichen Minderheit.

Brot allein macht die Menschen nicht satt

Es stimme, dass Religion gefährlich sei, da in ihrem Namen massenhaft Blut vergossen worden sei  - von den Kreuzzügen bis zu Ajatollah Chomeini. Doch das sei nicht die ganze Wahrheit über die Religion: „Religion kann auch eine Kraft des Widerstands und der Emanzipation sein, eine Gegen-Macht zu den Herrschaftsansprüchen und dem Konformitätsdruck von Staat und Gesellschaft.“

Kluge Politik sei sich dessen bewusst, dass die Herausforderung  durch den Glauben und die Gläubigen gut tue, als Widerlager gegen Bequemlichkeit und Hybris: „Das ist das entscheidende Argument für die Präsenz der Religion im öffentlichen Raum. Dass die bestehenden Verhältnisse nicht die einzige vorstellbare Realität sind und der Mensch mit Brot allein nicht satt zu machen  ist, daran erinnert jedes Kreuz auf einem Kirchturm in einer europäischen Stadt. Es kann auch ein Halbmond auf einer Moschee sein.“

Neue Bündnisse werden geschlossen

Die neue Situation führe auch zu neuen Konstellationen: Orthodoxe Länder wie Russland, Armenien und Bulgarien legten sich jüngst vor der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg ins Zeug für katholische Kreuze in italienischen Schulen, die dort eine einzige aus Finnland eingewanderte neuheidnische Familie verbannt wissen wollte.

Aus JA, der von P. Udo verantworteten neue Kirchenzeitung, die wöchentlich erscheint. Den ganzen Artikel unter http://www.zeit.de/2010/32/Religionen-Europa

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Kapellenfest in Paudorf

Kapellenfest Paudorf 2010

 

Nach dem Paudorfer Kapellenfest am 17. September ging man selbstverständlich nicht gleich nach Hause. Die langjährige Mesnerin, Franziska Öllerer, stellte auch heuer wieder ihre Garage für die Agape dankenswerterweise zur Verfügung.

 

 

 

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P. Dr. Gregor M. Lechner 70 Jahre jung

 

A. o. Univ.-Prof. P. Dr. Gregor Martin Lechner feierte am 18. September seinen 70. Geburtstag.

P. Dr. Gregors 70er     Da er drei Jahren lang (1978-1981) Pfarrer von Göttweig war, überbrachten ihm PGR-Obfr. Fini Heninger, PKR-Obm. Franz Schrefl und P. Udo, sein Nachfolger als Pfarrer, herzliche Gratulations- wünsche.

Pater Gregor stammt aus Neumarkt-St. Veit (Erzdiözese München-Freising).

Im Alter von sechs Jahren erlitt er bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen.

Nach Besuch des Domgymnasiums in Freising trat er in das Priesterseminar Freising ein, wo er Theologie studierte (1962-1967).

Danach studierte er Kunstgeschichte und Byzantinistik in München, 1971 promovierte er zum Dr. phil., im selben Jahr trat er in den Dominikanerorden ein. 1973 war er im Rahmen der Österr. Akademie der Wissenschaften als Archäologe in Ostanatolien und Kilikien tätig. 1974 trat er in das Stift Göttweig ein.

1975 wurde er zum Priester geweiht. Von 1975 bis 1978 war er drei Jahre erster Stiftskaplan unter Pfarrer P. Andreas Harm, anschließend leitete er selbst drei Jahre lang die Stiftspfarre.

Seit 1974 ist er Kustos des Graphischen Kabinetts.

24 Jahre (bis 1998) unterrichtete er 18 bis 22 Wochenstunden Religion in Krems.

1979 wurde er Lektor für Ikonographie am Kunsthistorischen Institut der Universität Wien. 1985 bis 1993 lehrte er auch an den Kunsthistorischen Instituten der Universitäten Graz und Innsbruck. Es folgten Gastprofessuren in Salzburg und die Habilitation in Innsbruck.

Seit 1982 ist er Österreich-Redakteur der „Studien und Mitteilungen des Benediktinerordens“, ab 1997 Chefredakteur der Kunstzeitschrift „das münster“. Weiters ist er 2. Vorsitzender der Arbeits- gemeinschaft „kirchliche Museen und Schatzkammern“.

Durch Jahrzehnte zeichnet er verantwortlich für die Ausstellungen im Stift Göttweig.

Höhepunkt dieser Tätigkeit war die Jubiläumsausstellung „900 Jahre Stift Göttweig“ im Jahr 1983. Der dazu verfasste Jubiläumskatalog ist wohl das bedeutendste Göttweiger Standardwerk der letzten 100 Jahre.

In Anbetracht der umfangreichen Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 1983 hatte P. Gregor 1981 um Entlastung gebeten, woraufhin P. Altmann Tolksdorf sein Nachfolger als Pfarrer werden sollte. Dieser lehnte jedoch dankend ab. In der Folge ernannte Abt Clemens P. Udo zum Nachfolger – nicht ob dessen Verdienste, sondern weil dieser als jüngster Pfarrer am wenigsten nein sagen konnte. Die Pfarre Göttweig galt damals, weil ohne eigene Pfarrkirche und ohne Pfarrhof, als wenig erstrebenswert.

P. Altmann Tolksdorf erlag 1992 als Pfarrer von Hainfeld einem Herzinfarkt, 55 Jahre alt.

 

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Ministranten sind wichtig

 

In manchen Bereichen ist unsere Pfarre federführend, in einem hinken wir eindeutig hinter unseren Nachbarpfarren nach. Wir haben die wenigsten Ministranten!

Bei den Wochentagsmessen gibt es nur in Krustetten regelmäßig welche und selbst dort fanden sich heuer erstmals im Sommer drei Monate hindurch keine.

Jede zweite Hochzeit wird ohne Ministranten gefeiert, obwohl sie dafür ja auch etwas bekommen.

Selbst bei Begräbnissen war ich schon „Ministranten-los“.

Bei Begräbnissen ohne Ministranten muss der Ritus, so nicht Erwachsene einspringen, eingeschränkt werden. Der Pfarrer kann nicht gleichzeitig auch noch Kreuz, Lautsprecher, Weihrauch und Weihwasser tragen.

Ich bitte die Eltern, ihren Kindern das Ministrieren zu ermöglichen.

Ministrieren ist ein Dienst an der Gemeinschaft.

Es geschieht zur Ehre Gottes und zur Freude der Mitfeiernden.                                            P. Udo

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Neuer Dechant von GöttweigNeuer Dechant

   P. Clemens M. Reischl (53) wurde am 21. September zum neuen Dechant des Dekanats Göttweig gewählt. Er leitet seit drei Jahren die Stadtfarre Mautern, die größte Pfarre des Dekanats.

P. Clemens folgt auf P. Benno Maier (71), der in Pension gegangen ist.

 

 

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