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Oktober 2006

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           ...eine Auswahl !

 

 

 

Inhalt:

Festmesse mit Univ. Prof. Walter Kirchschläger - St. Blasiens drei Glocken - M&M 2 im Karner zu St. Michael - 20. Pfarrfest - Klosterneuburg ist eine Reise wert - Doppelpfarrer - Frauenwallfahrt - Santiago-Avantgardist - Erinnerung an Kardinal Franz König - Keltenhütten auf dem Predigtstuhl - Sanierung der Hellerhof-Ost-Mauer - Mix im Oktober

Pilgerinformation für Santiagopilger

 

Midi-Intro, kann auch gestoppt werden!


 

Vor zehn Jahren hat Kardinal Franz König das Pfarrzentrum Hellerhof gesegnet!

Festmesse am 15. Oktober um 10 Uhr, Festprediger:

Univ.-Prof. Walter Kirchschläger

Vor zehn Jahren, am 22. Oktober 1996, segnete Kardinal Franz König das Pfarrzentrum Hellerhof.

Wir gedenken des Jubiläums am Sonntag, 15. Oktober, um 10 Uhr mit einer Festmesse.

Univ.-Prof. Walter KirchschlägerFestprediger ist Univ.-Prof. Dr. Walter Kirchschläger, der während seiner Studienzeit von 1970 bis 1973 Sekretär von Kardinal König war.

Walter Kirchschläger wurde 1947 in Kamegg (NÖ) als Sohn von Dr. Rudolf und Herma Kirchschläger geboren.

1965 – 1972 studierte er Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und in Wien. 1972 promovierte er zum Doktor der Theologie, 1981 habilitierte er sich für Exegese des Neuen Testaments.

Seit 1982 ist er Ordentlicher Professor für das Neue Testament in Luzern, wo er 2000-2001 Gründungsrektor der Universität war.

Sein Vater Rudolf Kirchschläger war von 1974 bis 1986 Bundespräsident.

1974 als parteiloser Kandidat von Bruno Kreisky nominiert, erhielt er 1980 als Kandidat von SPÖ und ÖVP 79,9 Prozent der Stimmen.

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St. Blasiens drei Glocken - recht lieb und ganz schön teuer

Seit Monaten „streikt“ die kleine Glocke der Kirche St. Blasien. Eine Untersuchung ergab, dass auch an den beiden übrigen Glocken Erneuerungen durchzuführen sind. Die Arbeiten am Geläut werden noch vor Allerheiligen durch die Innsbrucker Fa. Grassmayr durchgeführt. Kosten: ca. 7.000 Euro.

Das morsch gewordene Holzgeländer am Friedhof Klein-Wien wurde von Josef Rauscher und Erich Rehart durch ein neues ersetzt. Herzlichen Dank!

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M&M 2: Messe im alten Karner von St. Michael

  Der nächste Gottesdienst an einem „besonderen Platz“ findet am Freitag, 27. Oktober im Karner von St. Michael statt – zum Thema „Tod“.

17 Uhr: Abfahrt vom Hellerhof. Nach der hl. Messe besteht die Möglichkeit zur Einkehr beim Heurigenwirt Gafko (neben der Kirche).

St. Michael zählt heute kaum 20 Einwohner. Kirche und Pfarre reichen ins 9. Jahrhundert zurück. St. Michael, seit 1784 nur noch Filiale von Wösendorf, war im Frühmittelalter Sitz der nördlich der Donau gelegenen Wachau-Großpfarre zwischen Krems und Melk.

Der Karner St. Michael wurde nach 1395 erbaut. Ein Karner ist ein „Beinhaus“, in dem Totenköpfe und Gebeine aufbewahrt wurden, die bei der Anlage neuer Gräber gefunden wurden.

Monatlich werden unter dem Titel M(ystik)&M(esse): Gehen und Feiern Gottesdienste an besonderen Plätzen gefeiert.

Der erste Gottesdienst findet am 29. September, dem Fest des Erzengels Michael statt. Motto: „Das Gute ist immer stärker“.

 

Die Hasen von St. Michael

St.Michael (Aquarell)Auf einem in die Donau vorspringenden Felsen steht die Kirche von St. Michael, die Mutterkirche der Wachau. Ist ein gar wonnesamer Anblick für den Reisenden, der auf schnellem Schiffe mit der Wunderkraft des Dampfes den gewaltigen Strom befährt: im Sonnenglast des Sommers die uralte Kirche und der massige, mit Mauerzinnen bewehrte Turm, der Fenster kunstvoll gotische Zierat, der Karner mit dem Riesenbildnis des Wasserschutzherrn St. Christoph, den österreichischen Herzogshut auf dem Haupte, zerbröckelndes Gestein der Ringmauer und dazwischen ein lieblich Gärtlein voll des frischesten Grüns und farbenkräftigen Blumenflors.

Knapp hinter der Kirche, nur der Straße und einer Häuserzeile Raum gebend, hebt sich der Atzberg, in neuer Zeit von der ihren Weg mit Gewalt suchenden Bahn durchbrochen. Strenge Winter sind in der Wachau selten, gedeiht ja an ihren Hängen die Freundin der Wärme, die köstliche Rebe. Einmal aber stellte sich auch hier der Winter mit solchen Schneemassen ein, dass die Häuser von St. Michael von ihnen bedeckt und der Raum zwischen Kirche und Atzberg vollständig ausgefüllt wurde und die Hasen, im Hunger umherirrend, auf das Kirchendach und darüber hinaus liefen.

Die Erinnerung an jenen argen Winter und der Hasen ungewöhnlichen Weg hielt man durch Tierfiguren auf dem Firste des Chores der Kirche fest. Leider behaupten Tierkenner mit guten Augen oder guten Gläsern, es sei auch nicht ein einziger Hase darunter. Aber ... das macht nichts, deswegen erzählt sich das Volk in zähem Festhalten an der alten Sage doch allfort die Geschichte von den Hasen und dem so überaus schneereichen Winter.

Quelle: sagen.at                                                                 mix

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20. Pfarrfest - für St. Blasiens Renovierung

Ehrengast des 20. Pfarrfestes war Dr. Annemarie Fenzl, die Direktorin des Wiener Diözesanarchivs und letzte und langjährige Leiterin des Büros von Kardinal Franz König.

Drei Gästegruppen konnten besonders begrüßt werden:

* 9 Freunde aus Trebic

*Prior, Subprior und 5 Mitbrüder aus Stift Göttweig

*die Gartengruppe Hellerhof der Lebenshilfe Oberwölbling.

Bei der hl. Messe entbot P. Udo den Bürgermeistern von Paudorf und Furth, Karl Brugger und Mag. Martha Löffler, sowie den Altbürgermeistern, Anton Greimel und Josef Ramoser, einen besonderen Gruß.

Aus der Nachbarschaft gaben uns die Ehre:

Bürgermeister Gerhard Reithmayr (Statzendorf), Pfarrer P. Maurus Kocher (Brunnkirchen), PKR-Obmann Ing. Karl Steindl (Hollenburg), FF-Abschnittskommandant Ludwig Winkler (Unterbergern) und der aus Höbenbach gebürtige Stadtpfarrer von Waidhofen an der Thaya, Mag. Josef Rennhofer.

Pfarrfest2006-LuftburgHerzlichst gedankt sei allen, die zum guten Gelingen des Pfarrfestes beigetragen haben:

* Allen Besuchern.

* Der Musikkapelle Paudorf für Messgestaltung und Frühschoppen.

* Leopold Hirtl für die Unterhaltungsmusik (Sonntag).

* Den jugendlichen Disk-Jokeys Patrick Fischer, Markus und Philipp Heninger am Samstagabend.

* Allen Firmen, die Transparente gestiftet haben.

* Der Raika Paudorf für die Kinder-Hüpfburg.

* Allen Frauen für die zahlreichen köstlichen Mehlspeisen.

* Allen Winzern für die gespendeten Weine.

* Allen weiteren Gebern von Sach- und Geldspenden.

* Den Pfarrgemeinderäten, Helferinnen und Helfern.

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Stift Klosterneuburg ist eine Reise wert

Das Bildungswerk der Pfarre lädt am Samstag, 4, November, unter dem Titel „Wo sich Himmel und Erde begegnen“ zu einer Fahrt in das Stift Klosterneuburg ein, wo jüngst die „sala terrena“ erstmals geöffnet wurde.

Stift Klosterneuburg

12.15 Abfahrt vom Hellerhof (Rückkehr ca. 20 Uhr).

Kosten für Bus, Führungen und Weinverkostung: 29 €.

Auf dem Programm stehen zwei Führungen „Der sakrale Weg“ und „Der imperiale Weg“ und eine Weinverkostung. Abschluß: Heurigenbesuch.

Klosterneuburg wurde von Markgraf Leopold III., dem Heiligen, in der Tradition des Bischofs Altmann als Augustinerchorherrenstift begründet. Der Barockbau gilt als österreichischer Escorial.

Das Stift hatte durch Jahrhunderte kulturelle Vorreiterrolle (z. B: Verduner Altar). Der Chorherr Pius Parsch initiierte mit seiner „volksliturgischen Bewegung“ die Feier der Messen in deutscher Sprache; das wurde Jahrzehnte später vom Konzil weltweit eingeführt.

Stift Klosterneuburg, Österreichs größtes Weingut, hat 1860 die erste Weinbauschule der Welt eröffnet.

Das Stift wirtschaftet so erfolgreich, dass es die rumänische Straßenkinder jährlich mit 225.000 Euro unterstützen kann.

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Doppelpfarrer

Der Priestermangel zeigt sich erstmals deutlich in unserem Dekanat Oberwölbling. Zwei Priester sind seit 1. September „Doppelpfarrer“.

Der 31jährige Kaplan von Zwettl, Mag. Marek Jurkiewicz, zog in Oberwölbling ein und betreut Obritzberg mit. Zusammen: 3.400 Katholiken.

Der 47jährige Mag. Mauritus Lenz bleibt Seelsorger für Radlberg (Pfarre Herzogenburg), leitet jedoch zusätzlich die Pfarre Statzendorf, der der bisherige Pfarrer, der 80jährige H. Johannes van de Kamer als Kaplan erhalten bleibt.

Zuvor wurden bereits andere Pfarren personell vereinigt:

Mag. Wolfgang Payrich leitet Nussdorf und Hollenburg (2.300 Katholiken).

Gottfried Waser leitet Arnsdorf und Aggsbach-Dorf (950 Katholiken).

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Frauenwallfahrt

250 Frauen beteiligten sich am 12. September an der Frauenwallfahrt des Dekanates Kirchschlag nach Paudorf.

Die für 1 ½ Stunden vorgesehenen Beichtmöglichkeit bei sechs Priestern musste wegen des großen Andrangs um eine Stunde verlängert werden. Herzlichen Dank der Marktgemeinde Paudorf, dass auch die Bücherei “Frau Ava“ als Beichtraum genutzt werden konnte.

Am 14. September besichtigten die Pfarrsenioren von Amaliendorf bei Schrems St. Blasien und Hellerhof.

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Santiago-Avantgardist

Peter Lindenthal-BesuchÜberraschender Besuch in Paudorf: Ende August erschien der Tiroler Autor Peter Lindenthal, der vor Jahren mit einem Buch eine Santiago-Pilger-Lawine losge- treten hat.

Unser Foto zeigt ihn mit vier Frauen, die Helferinnen des Pilger-Hospizes sind.

 

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Über seinen Tod hinaus bleibt Kardinal König mit Paudorf-Göttweig verbunden

Dokumentation des Festwortes von Dr. Annemarie Fenzl am Ende des Gottesdienstes beim 20. Pfarrfest am 10. September 2006.

Dr. Annemarie FenzlAls mich P. Udo im vergangenen Juli anlässlich eines Besuches im Heller- hofgarten, der in einer noch näher zu durchdenkenden Weise mit dem Namen und dem guten Geist von Kardinal König verbunden werden soll, eingeladen hat, im Rahmen des Pfarrfestes „Festworte“ in Erinner- ung an Kardinal König zu sprechen, habe ich gerne zugesagt.

Leben aus der Heiligen Messe

Gemeinsam haben wir dann den Zeitpunkt im Rahmen des Festgottesdienstes bestimmt, an dem ich sprechen möchte – nämlich jetzt, sozusagen in die Kommunionstille hinein. Denn die Eucharistie war ein, wenn nicht der zentrale Punkt im Leben des Kardinals. Wir, die wir um ihn waren, haben das immer gewusst, aber wir haben es im Gedränge des Alltags oft übersehen. Wie er spätabends, von irgendwelchen Verpflichtungen heimkommend, die Schwestern bat, ob es wohl noch möglich sei, unten in der Hauskapelle zu zelebrieren.

Nach einem der letzten Gottesdienste, die ein junger Priester mit ihm und für ihn in seinem Wohnzimmer feierte, sagte er: „Daraus lebe ich!“

Sein Lebenskonzept war einfach. Der Kardinal selbst hat nie viel darüber gesprochen, er hat es einfach vorgelebt.

Nicht nur reden, sondern handeln

Wenn er hier und jetzt noch einmal zu uns sprechen könnte, dann würde er, wie er es Zeit seines Lebens gehalten hat, keine besonderen, großartigen Worte suchen, er würde einfach das sagen, was er immer den Firmlingen gesagt hat – ich habe es oft und oft mit eigenen Ohren gehört – und je älter er wurde, umso einfacher und klarer drückte er es aus – er sagte in etwa so:

„Ihr müsst nichts Besonderes tun in eurem Leben, keine großartigen Taten setzen, ihr sollt nur schlicht und einfach euren Glauben leben mitten in dieser Welt.

Und – ganz wichtig – ihr sollt nicht nur schöne Worte von euch geben, sondern auch etwas tun.

Ihr sollt durch das praktische Beispiel eures Lebens andere davon überzeugen, dass es sich lohnt, alles auf Jesus Christus zu setzen.

Und im Umgang mit anderen Menschen sollt ihr immer versuchen, zuerst das Gemeinsame zu sehen und erst dann das, was euch von den anderen trennt.

Bei anderen das Gute sehen

Und das Gute, das ihr an ihnen erkennen könnt, das sollt ihr ihnen auch sagen.

Und ihr sollt, wenn es euch möglich ist, nicht auf die tägliche Schriftlesung vergessen und vor allem nicht auf das Gebet, das die Nahrung eurer Seelen ist und die direkte Verbindung hin zu Gott.“

Und genau das – und nicht mehr und nicht weniger – hat er selber im Laufe seines eigenen langen Lebens in die Tat umgesetzt. Hat schlicht und einfach vorgelebt, was ein Leben aus einem ernsten Glauben für Konsequenzen haben kann. Die große Kraft, die so viele an ihm bewundert haben und die ihn bis zuletzt nicht verlassen hat, war ein Resultat davon.

Gebet verändert das eigene Herz

Wenn man heute seinen Lebensweg betrachtet, so erscheint alles folgerichtig von Anfang an. Das Studium der Religionen führte ihn zur Überzeugung, dass Religion zum Wesen des Menschen gehört; dass das Gebet die Nahrung der Seele ist.

Kardinal König hat wunderschöne Worte über das persönliche Gebet gefunden, das still macht und komplizierte Dinge vereinfacht; das zwar nicht immer die Umstände, dafür das eigene Herz verändern kann; das die Verbindung schafft zu Gott und damit die menschliche Existenz in die Transzendenz erweitert.

Zeit für Beten zusammenkratzen

Das tägliche Gebet, für das man anfänglich mühsam irgendeine Viertelstunde des Tages zusammenkratzt, wird, wenn man durchhält, zu einer unglaublichen Kraftquelle.

Ich denke jeden Tag an die Entschiedenheit, mit der Kardinal König dem, Gebet in seinem Tagesablauf den ihm seiner Meinung nach zukommenden Platz verschafft hat.

Beten muss man üben

Er ist bei jedem Wetter am Abend auf die große Dachterrasse des Spitals gegangen, um seinen Rosenkranz zu beten. Und er hat nicht bequem im Sitzen, sondern im Gehen gebetet.

Ich erinnere mich auch mit innerer Bewegung, mit welcher Disziplin und Treue der alte Kardinal auch nach einem langen, mühsamen Tag immer noch Zeit fand, um sein Brevier zu beten, auch wenn er darüber manchmal einschlief.

Er sagte oft: „Man muss sich einüben in das Gebet, auch wenn es mühsam ist; wenn man konsequent betet, dann geht es von Mal zu Mal leichter...“ – und inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es stimmt. Und er sagte auch: „Im Gebet ist die ganze Kirche, sind wir alle miteinander verbunden und bleiben es auch...“ – und Sie können mir glauben, das ist so. Und manchmal habe ich das Gefühl, man kann sein Gebet vom Himmel her spüren, auch in unserer Kirche.

Erinnerung an Dr. KönigÜber Augenblick hinausschauen

Wir können von ihm lernen, auf die Kraft des Gebetes zu vertrauen, das Berge versetzen kann; das – wie er immer wieder sagte – nicht so sehr vielleicht sofort eine schwierige Situation ändern kann, das aber uns die nötige Kraft gibt, in einer solchen Situation zu bestehen. Und wir können von ihm lernen, über den Augenblick hinauszuschauen und nie die Sehnsucht nach dem Vollkommenen aus dem Auge zu verlieren.

Wer betet, hat keine Angst

Die nächste Konsequenz eines solchen Weges ist das Geschenk der Furchtlosigkeit. Kardinal König hatte keine Angst, dass irgendetwas der Kirche so sehr schaden könnte, dass sie zugrunde geht. Er war überzeugt, dass Gott sein Werk nie im Stich lässt – oft und gerne hat er jene Stelle aus der Apostelgeschichte zitiert, wo der angesehene Gesetzeslehrer Gamaliel die Mitglieder des Hohen Rates davor warnt, die Apostel zu töten, denn „wenn dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden, stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen.“ (Apg 5,3) So einfach ist das, hat er manchmal gesagt.

Gott selbst ist der Gesprächsleiter

Und nur, wenn man ohne Furcht ist, kann man auch mitunter ein Risiko eingehen, dann glaubt man nicht mehr, dass man alles selber machen muss; man sieht die vielen, die sich auf ihre Wiese abmühen und traut ihnen auch etwas zu.

Kardinal König hat sich oft weit über die Mitte hinausgewagt, auf schwankenden Brücken, im Zutrauen, im Gespräch, mit Andersdenkenden in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen und auch des kirchlichen Lebens, weil er wusste: Der Gesprächsleiter ist Gott.

Im Vertrauen darauf, dass überall unerwartet Gutes wachsen kann, konnte Kardinal König, wie es im Evangelium heißt, warten bis zum Tag der Ernte, - was große Achtsamkeit und mitunter Nervenkraft verlangte.

Wachsendes beobachten

Diese Haltung wurde ihm von manchen als Laxheit ausgelegt. Es war aber alles andere als das, es war vielmehr höchste Wachsamkeit und Anspannung, oft durch eine lange Zeit hindurch, im Bewusstsein, dass nicht alles nur beliebig ist. Und es ist ungleich schwieriger, etwas Wachsendes zu beobachten, mit zitterndem Herzen und in schlaflosen Nächten, als es vorschnell als schädlich zu verurteilen und gleich auszureißen.

Ohne Furcht und Vorurteile

Wir können von ihm die Demut des Herzens lernen, uns nie über andere Menschen zu erheben, auch wenn wir glauben, manches besser zu wissen oder zu können. Wir können lernen, im Vertrauen auf Gottes Hilfe in der Auseinandersetzung mit fremden Ideen und Gedanken furchtlos und Vorurteilsfrei zu sein.

Der letzte Schritt in dieser Konsequenz ist dann ein vergleichsweise leichter: das Gemeinsame suchen, finden und verkünden. Es gibt immer, davon war der Kardinal überzeugt, auch in scheinbar unversöhnlichen zwischenmenschlichen Situationen, einen kleinen gemeinsamen Nenner, der das Trennende entschärfen kann, worauf man aufbauen kann. Erst dann wird eine gute zwischenmenschliche Atmosphäre möglich, die ja Vorraussetzung ist für die Weitergabe des Glaubens.

Kardinal war und ist mit Paudorf sehr verbunden

Kardinal König war und ich bin überzeugt, er ist es noch unverändert, mit Paudorf, mit P. Udo und mit Ihnen allen hier, sehr verbunden.

Er hat vor 10 Jahren dieses schöne Pfarrzentrum gesegnet, er hat noch im Jahr 2002 die neue Orgel feierlich weihen können.

Kardinal König ist immer gerne nach Paudorf gekommen.

Paudorf war für ihn, so möchte ich ohne Übertreibung sagen, die klassische lebendige Pfarrgemeinde im Sinne des Konzils.

Und dass es auch eine wirklich gute menschliche Verbindung gab, davon zeugt wohl auch jener letzte Besuch einiger Mitglieder des Pfarrgemeinderates im Jänner 2004 in Wien in der Millergasse, nur wenige Wochen vor seinem Tod, es war ein fröhlicher und gemütlicher und unvergesslicher Abend...

Wir sind Gottes Mitarbeiter

Ich denke, wir können das Andenken an Kardinal König, das, das so will mir scheinen, gerade auch in unseren Tagen nicht untergehen soll, hier in Paudorf und darüber hinaus am besten wach halten, wenn wir uns ganz einfach zu Herzen nehmen, was er uns damals am 20. Oktober 1996 bei dem schönen Festgottesdienst gesagt hat und was ihm Zeit seines Lebens ganz besonders am Herzen lag – ich darf das abschließend zitierten: „Wir sind Gottes Mitarbeiter.“ Damit ist ei Konzilsthema von damals vor dreißig – nunmehr bald vierzig – Jahren aufgegriffen, das uns sagt: Die Kirche besteht nicht nur aus Pfarrern und Bischöfen, wie ich in meiner Jugendzeit als Kind noch ungefähr gemeint habe. Ja, Kirche ist Sache des Pfarrers, das geht uns eigentlich nichts an... Durch das Zweite Vatikanische Konzil ist die alte Idee wieder lebendig geworden: Für die Kirche Gottes auf Erden sind wir alle miteinander verantwortlich. Wir alle – nicht nur der Pfarrer, nicht nur der Bischof, nicht nur der Papst. Sie alle tragen und stöhnen unter der Last, aber die Verantwortung umfasst alle. Das ist eine lebendige Kirche, von der Kraft und Freude ausgehen können.“

Verbunden durch Gebet und Liebe

Dieses Kirchenbild ist auch ein Vermächtnis von Kardinal König, der - so bin ich überzeugt, auch in der großen Freude der Anschauung Gottes, auf die er in seiner letzten Lebenszeit auf Erden mit zunehmender Intensität hingelebt hat, - der das Interesse an und die Liebe zu uns und der Kirche nicht verloren hat und der in der großen Zuversicht des Glaubens, die Diesseits und Jenseits miteinander verbindet, uns verbunden bleibt, in der Gemeinschaft des Gebetes und der Liebe.

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Keltenhütten, auch erste Spur von der St. Georgs-Kirche?

Predigtstuhlgrabung2006_1Die diesjährige dreiwöchige Gra- bungskampagne der Universität Wien am Predigtstuhl hat nicht nur Keramikfunde erbracht, die sechs Bananen-Schachteln füllten. Entdeckt wurden u.a. auch Pfos- tenlöcher von zwei keltischen Hütten aus dem 2. Jahrhundert vor Christus.

 

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Bei einer nachträglichen Sondierung stieß Grabungsleiter Thomas Pertlwieser auf einen behauenen Sandstein, der seiner Meinung nach Teil der Georgskirche gewesen sein könnte. Auch auf dieses Gotteshaus hindeutende Keramikfliesen-Reste wurden ja bereits gefunden.

Predigtstuhlgrabung2006_3  Predigtstuhlgrabung2006_4

 

Bei einer im Pfarrblatt angekündigten Führung am Ende der Grabung konnten 35 Personen, unter ihnen Abt Dr. Clemens Lashofer, begrüßt werden.

Noch heuer sollen die bedeutendsten Funde einen Tag lang im Hellerhof ausgestellt werden. Das Pfarrblatt wird den genauen Termin im November bekannt geben.

 

 

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Sanierung der Ost-Mauer

Die Renovierung der Mauer des Gartens Hellerhof-Ost machte auch in den vergangen Woche große Fortschritte. Allen Helfern, die Zeit und Arbeitskraft völlig gratis zur Verfügung stellen, sei herzlichst gedankt!

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Mix im Oktober

Herbst 2006 auf dem MandelsteinSchon ins Land der Pyramiden floh’n die Störche übers Meer; Schwalbenflug ist längst geschieden, auch die Lerche singt nicht mehr.

Nebel hat den Wald verschlungen, der dein stillstes Glück geseh’n; ganz in Duft und Dämmerungen will die schöne Welt vergehn.

Seufzend in geheimer Klage streift der Wind das letzte Grün; und die süßen Sommertage, sind dahin, dahin! 

Nur noch einmal bricht die Sonne unaufhaltsam durch den Duft, und ein Strahl der alten Wonne rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide, dass man sicher glauben mag, hinter allem Winterleide liegt ein ferner Frühlingstag.

 .Theodor Storm  

 ^Auf dem Gipfel des Mandelstein im oberen Waldviertel (Foto mix)

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