Almann Statue3
November 2006

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           ...eine Auswahl !

 

 

 

Inhalt:

Silbermünze “Stift Göttweig” - Ministrantendienste - Glockenfest in St. Blasien - Fische und Pferde im Park - Univ. Prof. Dr. Walter Kirchschläger im Pfarrzentrum - Anton Greimel “zum Geburtstag” - Friedhof Klein-Wien - Christine Nöstlinger “zum Geburtstag” - Sonntagsmesse Krustetten - M&M 3 - Zur Pfarrgemeideratswahl 2007 - Bibelrunden

Pilgerinformation für Santiagopilger

 

Midi-Intro, kann auch gestoppt werden!


Silbermünze “Stift Göttweig”

Als zweite Münze der Serie „Stifte und Klöster in Österreich“ gibt es seit Mitte Oktober eine 10-Euro-Silbermünze „Stift Göttweig“. Sie eignet sich gut als Geschenk und kann bei der Raiffeisenkassa Paudorf erworben werden. Geprägt wurden 230.000 Stück.

Silbermünze Stift Göttweig 2006Die Anfang dieses Jahres gestartete Serie setzt sich aus sechs zehn Euro-Silbermünzen zusammen. Pro Jahr stehen dabei zwei Ausgaben auf dem Programm. Die erste Münze zeigt die "Benedik- tinerinnenabtei Nonnberg", 2007 folgen "Stift Melk" und "St. Paul im Lavanttal". Im Jahr darauf komplettieren "Stift Klosterneuburg" und "Abtei Seckau" die Reihe. (APA)

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So viele Ministrantendienste wie noch nie

Obwohl die Zahl der Kinder insgesamt abgenommen hat, gab es 2005/2006 erstmals mehr als 900 Ministrantendienste bei Messen (Taufen, Trauungen,. Begräbnisse etc. nicht gerechnet).

Das ist umso erstaunlich, da sich nach Wegfall des Kaplans die Zahl der Messen reduziert hat: Sonntags von 3 auf 1(-2) und wochentags von 8 auf 6.

Ministrantendienste:

2005/06: 907

2004/05: 844      2003/04: 758      2000/01: 623

1995/96: 850       1990/91: 866       1985/86: 798

Derzeit gibt es Ministranten aus allen Dörfern außer Klein-Wien.

Am häufigsten ministrierten 2005/2006:

78mal Katharina Srsa (Hörfarth), 77mal Nina Parzer (Höbenbach), 59mal Kerstin Engl (Paudorf).

Über 40mal ministrierten weiters:

52mal Johanna Stauf (Paudorf), 50mal Dominik Kieninger (Paudorf), 45mal Philipp Herninger (Krustetten),

45mal Corinna Kieninger (Paudorf), 41mal Markus Heninger (Krustetten).

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Glockenfest statt Halloween

Türmchen von St. BlasienAm Dienstag, 31. Oktober, werden die Glocken der St. Blasien-Kirche von Klein-Wien wieder erstmals im Dreiklang zu vernehmen sein. – im Rahmen einer um 17 Uhr beginnenden kleinen Feier auf dem Friedhof.

Die Innsbrucker Firma Grassmayr hat hoch und heilig versprochen, das schadhafte Geläut rechtzeitig vor Allerheiligen zu reparieren bzw. auszutauschen.

  Die Kosten belaufen sich bekanntlich auf 7.000 Euro.

Geplanter Ablauf der „Glockenfeier“:

* Musikstück (Bläser sind angefragt)

* Verse aus Frau Avas „Jüngstem Gericht“ (verlesen per Lautsprecher von der Glockenstube des Türmchens)

* Musikstück

* Glockengeläut

* Musikstück

Anschließend: Agape mit Blasius-Wein und extra gebackenen „Allerheiligenkipferln“.

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Fische und Pferde im Park

Fische&Pferde1 

Gut 100 Personen feierten bei strahlendem Herbstwetter am 2. Oktober die Franz-von-Assisi-Messe im Hellerhof-Garten mit. Zur Tiersegnung mitgebracht wurden vor allem Hunde, aber auch Pferde, Meerschweinchen, Katzen, Schildkröten und Fische.

 

Fische&Pferde2 

Der Pfarrer fragt in der 2. Klasse Volksschule, wer schon etwas vom Heiligen Franz von Assisi gehört hat. Ein Mädchen:“ Ich! Ich habe schon etwas gehört vom Franz und seiner Freundin, der Sissy.“

 

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Univ.-Prof. Walter Kirchschläger beim Jubiläum “10 Jahre Weihe des Pfarrzentrums Hellerhof”:

“Kardinal König hat uns eine Ahnung der Menschennähe unseres Gottes vermittelt”

 

Dokumentation der Festpredigt von Univ.-Prof. Dr. Walter Kirchschläger am 15. Oktober 2006 in der Pfarrkirche St. Altmann im Hellerhof.

Prof.Kirchschläger im Pfarrzentrum

 

Von links nach rechts: Jubilar Bürgermeister a. D. Anton Greimel, Bürgermeisterin Mag. Martha Löffler, Univ. Prof. Dr. Walter Kirchschläger, Heidi Kirchschläger und Bürgermeister Karl Brugger.

 

 

 

Die Pfarre Paudorf feiert mit dem heutigen Jubiläum auch den Rückblick auf eine von mehreren Begegnungen mit einer der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Kirche.

Die Weihe des Pfarrzentrums Hellerhof wurde im Jahre 1996 vom emeritierten Erzbischof von Wien, Kardinal Franz König vorgenommen.

Ich freue mich darüber, dass ich an diesem festlichen Tag mit Ihnen Erinnerungen an Kardinal König teilen und Eindrücke von ihm wachrufen darf.

Ewiges Leben

Das Evangelium des heutigen Tages (Mk 10, 17-30) kann dafür einen guten Ausgangspunktbilden und uns zugleich helfen, die richtige Grundhaltung in unserem Weg mit Jesus Christus einzunehmen. Denn es konfrontiert uns zunächst mit einer beliebten, durch die Jesusverkündigung aber überholten Zugang: „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ So fragte der Mann Jesus.

Das ewige Leben, die Gottesgemeinschaft, ist nicht einfach zu verdienen, man kann sie nicht erwirtschaften, um sich dann irgendwann im eigenen Leben zurückzulehnen mit dem Gedanken: „Ich habe es geschafft.“

Der Weg, den Jesus dem Mann vorschlägt, ist ein anderer: Das Bisherige aufgeben und ihm nachfolgen. Sich einlassen also auf eine neue Lebens- und Beziehungsgemeinschaft, auf eine Schicksalsgemeinschaft durch dick und dünn, die immer neu Bemühen und Herausforderung ist, die nie an ein Ende kommt, sondern immer neuen Aufbruch bedeutet.

Hier Steinreste, dort Leben

So ist es bekanntlich ja auch dem jungen Franz König gegangen, als er weg von Rabenstein an der Pielach nach Melk gekommen ist. Aber das allein, das Gymnasium für den Hochbegabten, das allein war es ja nicht. Bei seinem ersten Rombesuch mit 17 Jahren habe er nachdenklich die Trümmer des Forum Romanum, der Römischen Kultur betrachten können, und er sei gleichzeitig von der imposanten Spannkraft einer Papstliturgie beeindruckt gewesen - so seine Erinnerung.

Das habe ihn sehr beeindruckt. Wenn vom einen nur mehr Steinreste geblieben seien, das andere aber lebe, dann müsse man sich darin vertiefen, so die damalige Schlussfolgerung.

Nach der Matura hatte König die Wahl zwischen einem Stipendium zum Studium antiker Kulturen und Religionen in Cambridge und einem Stipendium für Theologie in Rom – eine fundamentale Weichenstellung; er hat Rom gewählt, wurde Priester, Seelsorger, zugleich ein begeisterter Wissenschaftler, und Bischof.

Sein Lebensweg ist bekannt, darum geht es heute nicht. Ich hatte das Glück, durch drei Jahre sein Sekretär zu sein und dann bis zu seinem Tod mit ihm verbunden zu bleiben. Ich möchte zu Ihnen darüber sprechen, was mich an Kardinal König durch die Jahre hindurch fasziniert hat.

Seelsorger

Franz König war Zeit seines Lebens ein Seelsorger. Er hat die gesamten Aufgaben- und Verantwortungspalette kennen gelernt. Pfarrseelsorge und Religionsunterricht, Jugendarbeit und andere Spezialaufgaben haben ihm viel Einblick gebracht, zugleich aber auch seine Fähigkeiten offen gelegt, vor allem die Begabung, anderen zuzuhören und sie in ihrer Eigenart ernst zu nehmen.

Die Würde des Menschen, von der Franz König so oft gesprochen hat, lag für ihn gerade darin: den anderen als Partner oder Partnerin im Gespräch gelten zu lassen, offen und mit der Absicht, aus diesem Gespräch etwas mitzunehmen.

Unaufdringliche Diskretion war für ihn der subtilste und wirksamste Weg der Verkündigung über Jesus Christus. Sein Leben zeigt, dass sich das bestens mit standfester Aufrichtigkeit verträgt.

Wenn Menschen in Not zu ihm, bzw. in sein Sekretariat kamen, war prinzipiell Hilfe angesagt. Das reichte von der finanziellen Unterstützung für einen Bettler über das aufrichtende Wort an Niedergeschlagene, gleich welchen Standes.

König hat sich für seine Priester in schwierigen Lebenssituationen ebenso eingesetzt wie für andere Menschen in persönlicher Not. Für ihn galt der Leitspruch, dass der Mensch im Zentrum seines Interesses stand.

Wissenschaftler

Neben den umfassenden priesterlichen Wirkungsfeldern noch Zeit als Wissenschaftler zu finden, war eine Grundbegabung, und es entsprach auch seinem Selbstverständnis.

Schon in der Gymnasialzeit wurde seine vielfältige Begabung entdeckt und gefördert, im Studium weiterentwickelt.

Verschiedene Sprachwelten, unterschiedliche Religionen, ja verzweigte Wissenschaftsbereiche miteinander gedanklich zu verbinden – ohne sie zugleich vorschnell und naiv zu harmonisieren! – das blieb sein Ethos. Darin schärfte sich die Methode des Dialogs mit Menschen, die anders denken, da festigte sich auch die Achtung vor dem, der anders argumentiert. In der wissenschaftlichen Diskussion übte König die Methode, mit der er dann grosse Kirchenaufgaben wahrnehmen konnte. Obwohl in diese Richtung eingespult, sollte die Wissenschaft nicht Hauptinhalt seines Lebens bleiben. Kaum je einer vor Franz König hat am gleichen Tag die Berufung auf einen Lehrstuhl und die Ernennung zum Bischof erhalten. Als ich mich anfangs der 80er Jahre von Kardinal König verabschiedete, um als Professor nach Luzern zu gehen, erinnerte er mich daran, dass er selbst gerne Wissenschaftler war. Vielleicht liegt in der damit verbundenen Gesprächsfähigkeit auch der Grund dafür, dass er weit über den Rahmen unserer Kirche hinaus als gesuchter Gesprächspartner galt und sein Wort Geltung hatte, zunächst in Österreich, dann darüber hinaus. Als König starb, entstand in Österreich ein Vakuum reflektierter, gesellschaftsgestaltender Rede.

Bischof

Das hatte er nicht gesucht. Sein Platz als Bischof sollte ja St. Pölten sein. An Wien war dabei zunächst nicht gedacht. Auch König selbst wollte nicht nach Wien. Es ist bezeichnend, dass er persönlich bis zu Pius XII. ging, um seine Ernennung nach Wien abzuwenden.

Ämter hat er nicht angestrebt, aber, ihm einmal übertragen, mit voller Energie angenommen. Schritt für Schritt hat Franz König Wien zu seinem Bistum gemacht.

Er ging zu den Menschen – zu den Kindern in die Schule, zu den arbeitenden Menschen in ihre Büros und Betriebe. Einfältige Kritik konnte nicht ausbleiben, aber sein Weg war unbeirrt, und seine Maxime ebenso: Nicht Konfrontation, sondern Ausgleich, das Verbindende vor dem Trennenden, als gemeinsame Basis für die Begegnung, die Grundfragen des Lebens vor Augen: „Woher kommen wir, wohin gehen wir, was ist der Sinn meines Lebens?“

So wurde er zum Brückenbauer über ideologische, kirchliche und soziale Grenzen hinweg. Er, der in so vielen Sprachen kundig war, konnte auch in der Sprache des einfachen Menschen verkehren.

Und all dies nicht nur in Österreich, sondern ein Kardinal und prägender Kirchenmann durch Jahrzehnte.

Das Konzil war ein wichtiger Impuls, für seine Umsetzung engagierte er sich bis in sein hohes Alter. Anlässlich einer Gastvorlesung über das Konzil in Luzern hat er seine eigene Textausgabe der Konzilstexte mitgebracht, um sie den Studierenden zu zeigen und sie zu ermutigen, sich darin zu vertiefen.

König schlug neue Brücken zu den Kirchen des Ostens, zu den Nichtglaubenden, zu anderen Kontinenten und Religionen, und erneut zur Welt der Wissenschaft.

So war er die personifizierte Stimme der Kirche in unserem Land, und diese Aufgabe blieb ihm auch, nachdem die Leitung der Kirche von Wien anderen aufgetragen worden war.

Mensch

Das war ihm möglich, weil er in allen Stationen seines Lebens Mensch geblieben war, ein vom Glauben an Jesus Christus durch und durch geprägter Mensch.

Für mich spiegelt sich in dieser simplen Umschreibung das Tiefste und Wesentliche seiner Persönlichkeit.

Als Mensch mit christlichen Konturen und als tiefglaubender Christ mit menschlichem Antlitz vermochte sich Franz König Gehör zu verschaffen.

Er war ein ruhender und zugleich dynamischer Pol in unserer Gesellschaft und gerade in seiner prägenden Ausgeglichenheit – wer hat Franz König je fassungslos erlebt? – ein Geschenk für unsere Kirche und unser Land.

König war ein einfacher und ein unglaublich bescheidener und demütiger Mensch. Ich war gerade 23 Jahre alt, als ich in sein Sekretariat kam. Das kam eher überraschend und kurzfristig. Sie können sich vorstellen, mit welcher Nervosität und mit welchem un-endlichen Respekt ich Eminenz begegnet bin.

Er ist nicht nur mir völlig unkompliziert begegnet, hat sich übertriebene Höflichkeiten verbeten, hat Fehler, wo es notwendig war, korrigiert und über andere einfach hinweggesehen.

Keine Frage, dass unser ganzes Team für ihn durch dick und dünn gegangen wäre.

Hat er außerhalb der täglichen Postbesprechung im Sekretariat angerufen, meldete er sich stets mit den Worten: „Hier König, entschuldigen Sie, dass ich Sie störe.“...

Bescheiden, kein Aufheben um seine Person. Zu unserem Leidwesen ist er meistens alleine gereist. Er brauchte und wollte niemanden, der ihm sein Köfferchen trägt, wenn er da im schwarzen Gehrock unterwegs war. Aber zugleich auch menschlich genug, bei Firmungen oder Visitationen im roten Talar zu erscheinen, denn „das macht sich besser auf den Farbfotographien“, wie er öfters bemerkte.

Ihn dazu zu bringen, aus seinem Leben zu erzählen, vom Konzil etwa, und was er dort bewegt hat, das war kaum möglich.

Bei Besuchen zeigte er sich bestens informiert über die Kirche in meiner neuen Lebenswelt, also in der Schweiz, über personelle und sachliche Konstellationen, und er hat mich mit Fragen überschüttet. Das berichten auch viele andere. Er war interessiert, voller Ideen und Initiativen, bis zu seinem Tod.

Gewähren lassen

Unter dem Vielen, das ich bei ihm gelernt habe, war noch eines: Gewähren-Lassen.

König hat uns im Sekretariat gewähren lassen, seine Priester in den Pfarreien, überhaupt Menschen in der Kirche.

Er hat auch anderen Menschen etwas zugetraut, er hatte dafür nötige Vertrauen zu ihnen.

Von seinem prophetischen Blick haben viele Menschen profitiert, ich auch. König hat mich motiviert, auch ohne Priesterweihe mein Theologiestudium abzuschließen mit dem Hinweis: „Man wird in der Kirche theologisch ausgebildete Laien brauchen.“ Das war 1970.

In seinem Umfeld war ich der erste nichtpriesterliche Mitarbeiter. Das hat ihm innenpolitische Querelen und römische Vorwürfe eingetragen.

Aber er war immer bereit, neue Wege zu gehen, flexibel genug, sich auf die neue Situation einzustellen.

Naturgemäß hat es meine Aufgabe mit sich gebracht, dass ich am Sonntag mit ihm unterwegs war. Immer wieder hat er mir dann abends bei der Rückkehr von Visitationsreisen einen Gruß an meine Frau mitgegeben: „Sagen Sie ihr, dass es mir leid tut, dass ich Sie am Sonntag beanspruchen musste.“ Und so mancher bischöflicher Blumenstrauß aus den visitierten Pfarreien ist in einer Blumenvase auf unserem Wohnzimmertisch gelandet.

Begegnungen mit ihm waren nachhaltig: Die Jahre in seiner Umgebung haben für mich ihren Einfluss auf mein Leben nie verloren. Meine Frau sagt noch heute: Wenn ich von Kardinal König zu erzählen beginne, gerate ich ins Schwärmen. Es scheint, Sie erleben es gerade ein wenig.

Dennoch: All das sind ja nicht einfach kleine Geschichten. Sie verweisen auf einen Menschen, der den Ruf Jesu gehört und ernst genommen hat. Aufbruch in die Nachfolge, alles andere hinter sich lassend. Das Faszinierende dabei ist: Franz König hat durch seine Art zu leben, durch seine Art, als Seelsorger, Wissenschaftler, Bischof einfach ein christlicher Mensch in Orientierung an Jesus zu sein, unzählige Menschen an seiner Lebensfaszination Jesus Christus Anteil nehmen lassen.

Dafür danken wir Gott; denn dieser Mensch hat uns eine Ahnung von Menschennähe und Menschenfreundlichkeit unseres Gottes vermittelt.

Dieser gute Gott wird auch die Zukunft von Kardinal Franz König reich an Segen gestalten – das ist unsere Hoffnung, unser Wunsch und unser Gebet, wenn wir heute seiner gedenken.

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Nie außer Dienst - Anton Greimel zum Geburtstag

Am 24. Oktober 1931 erblickte Anton Greimel als Sohn von Anton Greimel und Anna geb. Zaiß in Hörfarth 1 das Licht der Welt.

Anton Greimel 75.1

 

Nach 22 Amtsjahren als Bürgermeister außer Dienst, als Mitbürger und Pfarrangehöriger für das Gemeinwesen seiner Heimat stets im Dienst: Anton Greimel (rechts) bei der Sanierung der Hellerhof-Mauer Ost. (Foto Anfang Oktober 2006).

 

 

 

Am Ende des Festgottesdienstes am 15. Oktober gratulierte P. Udo dem Jubilar zum 75. Geburtstag und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Pfarre:

„Es ist mehr als 25 Jahre her, dass ich mich Dir in der Paudorfer Gemeindekanzlei als neuer Pfarrer vorgestellt habe.

Du nanntest mir Deinen Namen und Deinen Beruf.

Greimel war ein mir aus meinem eigenen Heimatort vertrauter Name, den es selbst unter meinen Vorfahren gab.

Eisenbahner. Der Nachbarbub, mein bester Freund, war Sohn einer alten Eisenbahnerfamilie.

Wenige Tage später hast Du damals Deinen 50. Geburtstag gefeiert. Und in der Folge lernte ich Dich kennen als jemanden, der rundum geschätzt wurde und Vertrauen genoß.

Ich dachte mir damals: Soweit musst du (als Pfarrer) in Paudorf erst einmal kommen! Und ich nahm mir Dich – ein bisschen neidisch auf Deine Popularität – zum Vorbild.

1986 gab es das erste große Gespräch in St. Pölten zum Thema Pfarrzentrum, wobei noch lange nicht klar war, dass im Hellerhof eine neue Kirche gebaut werden sollte.

Ich erinnere mich noch gut, dass Bischof Franz Zak später mehrmals betont hat, wie beeindruckt er von Deinen Worten an diesem 17. April gewesen ist.

Es blieb nicht nur bei Deinem Wort, Du hast später tatkräftig unterstützt.

Wo es Befürworter gibt, gibt es naturgemäß auch Gegner.

Auch das Pfarrzentrum und die neue Kirche im Hellerhof fanden Kritiker.

Solche und andere Probleme wurden jedoch nie an die große Glocke gehängt. Probleme sind ja nicht da, um ständig wiederholt, sondern um gelöst zu werden. Mit Deiner Hilfe ist das gelungen.

Die Kirche, in der wir jetzt feiern, ist der beste Beweis.

1992 hast Du das Amt des Bürgermeisters an Karl Brugger übergeben, mit dem das gute Einvernehmen zwischen Gemeinde und Pfarre fortgesetzt werden konnte.

Der Hellerhof ist Dir weiter ein Herzensanliegen geblieben - als Zentrum der Pfarre und als Kristallisationspunkt der Kultur in der Gemeinde. Das Kienzl-Museum war Deine Idee.

Als Bürgermeister außer Dienst hast Du Dich nicht zurückgelehnt. Im Gegenteil. Du hast der Pfarre weiterhin gedient.

In den Jahren seither hast Du bei allen Arbeitseinsätzen in der Pfarre mit Hand angelegt. 13 Jahre lang! Es waren hunderte, ja tausende Stunden!

Legendär sind die Bilder, wo unser PKR-Obmann Erich Neusser und Du mit anderen neben den Rauchfängen des Hellerhof-Haupt- gebäudes in schwindelerregender Höhe zu sehen seid.

Dem Ingenieur vom Diözesanen Bauamt rinnt heute noch der kalte Schauer über den Rücken, wenn er sich das Foto anschaut.

Trotz fortschreitenden Alters hat Dein Einsatz nicht nachgelassen: Bei der Renovierung der St. Blasien-Kirche in Klein-Wien 2004 und 2005 standest Du ebenso an vorderster Front wie in den vergangenen Monaten bei der Sanierung der Ostmauer des Hellerhofs.

Beeindruckend waren stets nicht nur Dein wohlüberlegtes Planen und effektvolles Verwirklichen, sondern Dein Eintreten für Harmonie und gute Zusammenarbeit auf der „Baustelle Pfarre“, aber nicht nur hier.

Lieber Toni!

Bis mir jemand das Gegenteil glaubhaft nachweisen kann (und das wird schwer bis unmöglich sei), behaupte ich jetzt: Kein österreichischer Bürgermeister – egal, ob im oder außer Dienst – hat so viele hunderte, ja tausende Stunden für seine Pfarre handwerklich gearbeitet wie Du.

Wir danken Dir.

Wir sind stolz auf Dich!“

Anton Greimel 75.2

Am 17. April 1986 konnte diese Delegation erstmals mit Bischof Zak über das “Pfarrzentrum” sprechen: Johann Lechner, P. Rupert Dinhobl, Karl Brugger, Bürgermeister Anton Greimel, Leopold Müller, Josef Sommerauer, Josef Rennhofer und Franz Fahrnecker (von links nach rechts).

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Friedhof Klein-Wien

Die Friedhofsordnung Kl. Wien fußt auf der landesweiten Friedhofsordnung der konfessionellen Friedhöfe der Diözese St. Pölten.

Die Friedhofsgebühren-Ordnung inkl. Kurzinformationen ist an der Anschlagstafel des Friedhofs nachzulesen.

Aus gegebenem Anlass wird in Erinnerung gebracht:

1) Jede Grabänderung (Aufstellen eines Grabmales, Errichtung von Einfassungen, Beibringen von Kiesel, Bemalen der Friedhofsmauer etc.) ist vorher der Friedhofsverwaltung zu melden und die entsprechende Errichtungsgebühr zu erlegen.

Die Friedhofsverwaltung hat sich an der allgemeinen Friedhofs-Ordnung zu orientieren.

2) Seit 1.1.1994 dürfen keine Blinddeckel mehr errichtet werden. Ausnahmen für allfällige Begehren wurden bisher nicht erteilt.

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Christine Nöstlinger - zum Geburtstag

Christine Nöstlinger 70.1Die bekannte Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger (Mitte) feierte am 13. Oktober ihren 70. Geburts- tag. Eine vom ORF und “Frau Ava Gesllschaft für Literatur” im ORF-Kulturhaus Wien veranstaltete Feierstunde wurde tags darauf auf Ö1 gesendet. Unser Foto zeigt die Jubilarin mit Vorstandsmitgliedern der “Frau Ava Gesellschaft für Literatur”.

 

Einige Werke der Jubilarin:

D_ISBN_3-85191-076-1   D_ISBN_3-85191-152-0   D_ISBN_3-85191-420-1   D_ISBN_3-85191-421-X

ISBN_3-407-78045-1   ISBN_3-407-78119-9    ISBN_3-407-78142-3   ISBN_3-407-78213-6

ISBN_3-407-78350-7   ISBN_3-407-78475-9   ISBN_3-407-78476-7   ISBN_3-407-78483-X

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Sonntagsmesse in Krustetten

Am 29. Oktober 2006 wird die letzte Sonntagsmesse in Krustetten gefeiert.

Ab 1955 gab es etwa alle zwei Wochen eine Sonntagsmesse in Krustetten, nach Wegfall eines Kaplans ab 1993 nur noch etwa monatlich. Die Beginnzeit (8 Uhr) ist gleich geblieben, die Teilnahme jedoch laufend gesunken. Tiefpunkt war am 24. September mit 10 Personen. In dieser Woche waren alle Wochentagsmessen in allen Dörfern jeweils besser besucht.

1955 wurde für Krustetten eine Sonntagsmesse eingeführt, weil es das von der Pfarrkirche weitest entfernte Dorf und die Motorisierung unzureichend war.

Heute ist Krustetten nicht mehr das von der Pfarrkirche (Hellerhof) weitest entfernte Dorf; die Motorisierung ist nicht schlechter als in den übrigen Orten der Pfarre.

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M&M 3: Messe in St. Veits-Kirche Unterwölbling

Der nächste Gottesdienst an einem „besonderen Platz“ findet am Freitag, 24. November in der Unterwölblinger Kirche St. Veit statt. Beginn: 18 Uhr. Thema: Wurzeln unseres Glaubens.

Wehrkirche Unterwölbling 

Unterwölbling war bis ins 17. Jahrhundert Verwaltungszentrum des Salzburger Benediktinerinnenstiftes Nonnberg in Niederösterreich.

Der ersten Nonnberger Äbtissin Erentrud wurde auch die erste Kirche auf dem Göttweiger Berg geweiht – im Jahr 1072.

Nach der Hl. Messe besteht die Möglichkeit der Einkehr beim Heurigen R. Müllner (Unterwölbling 2), dem ehemaligen Nonnberger Amtsgebäude.

Ein Drittel des Besitzes des Stiftes Nonnberg lag im Mittelalter in bzw. um Unterwölbling.

Als Kaiser Heinrich II. (1002-1024) auf Fürsprache der Hl. Erentrud, wie er glaubte, von einer schweren Krankheit geheilt wurde, übergab er Nonnberg ein Geschenk, mit dem die Nonnen das (später im 16. Jahrhundert durch Überschwemmungen der Fladnitz eingegangene) Dörfchen Fladnitz kaufen und damit ihren Unterwölblinger Besitz abrunden konnten.

Oberwölbling war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Hand des Salzburger Erzbischofs, dem Hörfarth bis ins 14. Jahrhundert, Dietmarsorf (Hellerhof) bis ins 15. Jahrhundert und Meidling bis 1715 oberhoheitlich unterstanden.

Die Unterwölblinger Kirche von 1512/1513 birgt Kostbarkeiten, zum Teil noch aus der Zeit vor ihrem Bau – etwa einen Altaraufsatz mit Schmerzensmann und Engeln (um 1470).

M&M-3

Die erste Hl. Messe an einem besonderen Platz wurde am 29. September, dem Fest des Erzengels Michael, bei der Teufelsstiege gefeiert. Der Aufstieg geschah unter meditativem Schweigen.

Die Gebete und Texte zum Thema „Engel“ beeindruckten die 12 mit dem Pfarrer feiernden Gläubigen.

 

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Wer soll Ihrer Meinung nach im Pfarrgemeinderat sein?

Die nächste Pfarrgemeinderatswahl findet am 18. März 2007 statt. Sie steht österreichweit unter dem Motto „Lebensräume gestalten - Glaubensräume öffnen“.

Alle Pfarrangehörigen sind eingeladen, Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen.

Bitte, bedienen Sie sich beiliegenden Folders (der Druckausgabe des Pfarrblattes)!

Sie können die Vorschläge bis 15. November

* nach jeder Hl. Messe abgeben oder

* in die im Vorraum der Hellerhof-Kirche aufgestellte Kiste werfen oder

* per Post einsenden an:

Pfarramt, Hellerhofweg 7, 3511 Paudorf

Danke für Ihre Bemühung!

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Bibelrunden laden ein

  Die fünf Bibelrunden starteten im Oktober neu. Im Durchschnitt kamen 6 Personen – zum Teil war man froh, zum Teil ein wenig enttäuscht, weil bei zwei Runden schon deutlich mehr gezählt wurden.

Die nächsten:

Wenn das Thema passt, ist jede(r) Interessierte auch herzlich willkommen, wo nicht der ordentliche Wohnsitz besteht....

DI, 7.11., 19 Uhr: Steinaweg (Fam. Schredl)

Das Gleichnis von den bösen Winzern (Mk 12,1ff)

MI 8.11., 19 Uhr: Höbenbach (FF-Haus)

Die Apostel vor dem Hohen Rat (Apg 5,21bff)

DO 9.11., 19 Uhr: Krustetten (Fam. Klein-Heninger)

Begräbnis Jesu – die Botschaft des Engels im leeren Grab ( Mk 15,42ff)

DO 16.11., 19.15 Uhr: Meidling (FF-Haus)

Die Zehn Gebote (Ex 20)

MO 20.11., 19 Uhr: Hellerhof

Prophet Elija – Nabots Weinberg (1 Kg 21)

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Engel1

Gebete von Dr. Franz Jantsch, Kardinal Franz König und Bundespräsident Rudolf Kirchschläger

 

 

An den Engel

Wenn mich alle Liebe lässt, Engel, halte du mich fest. Bruder Engel, jede Nacht, eh mich noch Dämonen fingen, haben, Hüter, Deine Schwingen Morgenröten angefacht.

Hast mich nie allein gelassen, hast mir Blick und Hand geführt in Entzückung und Gefahr. Immer hab ich Dich gespürt, auch wo - Deine Hand zu fassen - meine Hand zu kraftlos war.

Engel führ mich, wie es sei, einmal noch, dann bist Du frei. Nimm von meiner Brust den Stein. Lass mich Engel nicht allein.

Lass mich Engel nicht allein, wenn die letzte Nacht sich rötet, wenn der Tod das Leben tötet

Lass mich Engel nicht allein, wenn die bittren Wasser springen, bis an Kinn und Lippen dringen, wandle sie in Hochzeitswein, Engel lass mich nicht allein.

Lass mich Engel nicht allein, alle Freunde sind im Weiten, keiner mehr darf mich begleiten, Du nur, du darfst bei mir sein. Engel lass mich nicht allein.

Lass mich, Engel nicht allein, führ aus Leib und Sterbehemde in das ungeheure Fremde, in den Ursprung mich hinein.

Engel, lass mich nicht allein.

(Das Lieblingsgebet vor seinem Tod des im 96. Lebensjahr verstorbenen Pfarrers Dr. Franz Jantsch)


Glaubensbekenntnis von Kardinal Franz König: Am Abend meines Lebens

Ich glaube an Gott, unseren Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Viele Völker mit ihren Sprachen und Religionen sind zu dir unterwegs. Lass alle, die dich suchen, in dir  geborgen sein.

Ich glaube an Jesus Christus, der Gottes Reich in dieser vergänglichen Welt verkündet hat. Hilf allen, die versuchen, auf deine Stimme zu hören, den Starken und den Schwachen, den Alten und den Jungen. Rufe sie in deinen Dienst, damit sie von dir lernen, für einander Bruder und Schwester zu sein.

Ich glaube an den Heiligen Geist, der unsere guten Gedanken stärkt. Ich empfehle dir die Fragenden und die Suchenden, aber auch die Wissenden. Sie alle warten auf dein Wort. Lass sie die Wahrheit in Liebe tun.

Am Abend meines Lebens danke ich dir, guter Gott, für meine Kirche, die mit dir auf dem Weg ist durch die Zeit. Beschütze und führe unsere Kinder durch deine Boten. Hilf uns, mit deinen Engeln und mit den Kindern das Antlitz der Erde neu und friedlicher zu machen!

In deine Hände lege ich mein und unser aller Leben.

Advent 2003    +Kard. König


Lieblingsgebet des österreichischen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger (1974-1986)

Hymnus aus dem Nachtgebet zum Dienstag der Österreichischen Benediktiner

 

Tod und Vergehen waltet in allem, steht über Menschen, Pflanzen und Tieren, Sternbild und Zeit.

Du hast ins Leben alles gerufen. Herr, deine Schöpfung neigt sich zum Tode: Hole sie heim.

Schenke im Ende auch die Vollendung. Nicht in die Leere falle die Vielfalt irdischen Seins.

Herr, deine Pläne bleiben uns dunkel. - Doch singen Lob wir dir, dem dreieinen, ewigen Gott. Amen.

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