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Dezember 2007

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           ...eine Auswahl !

 

 

Inhalt:

Dr. Richard Bamberger (1911-2007) - St. Blasien, 24.12.-24 Uhr - Namenstage im Dezember - “Erzbischof Dietmar” geweiht - Sieben Stufen zum Fest - Solidarität mit Bischof Kräutler - Mit 15 ins Gefängnis - “Pfarre Paudorf” - St. Blasien strahlt - St. Martin im Regen - Jubiläumswein - Frank Baum kommt in den Hellerhof - Bachelor of Art - Bundeskanzler Gusenbauer als Weinpate - Frühschoppen in Paudorf - Fasten - Ma. Langegg - Männer

 

Pilgerinformation für Santiagopilger

     Artikel des Pfarrblattes, welche hauptsächlich Pfarrtermine     betreffen, finden Sie auf der Seite Pfarre-aktuell (News)

Midi-Intro, kann auch gestoppt werden!

 


 

Bedeutendster Paudorfer aller Zeiten kam aus Meidling:

Dr.Dr.Richard Bamberger

(1911-2007) war ein weltumspannender Humanist, Leseforscher und Jugendförderer

Der prominenteste Paudorfer aller Zeiten ist am 11. November in Wien im Kreis seiner Familie im 97. Lebensjahr gestorben: Dr. Dr.h.c. Richard Bamberger.

Vater von Dr. Richard Bamberger (Schuhmacher)  Der Fachmann für Jugendliteratur und Schriftsteller war als Sohn des Schuhmachermeisters Franz Bamberger und seiner Frau Magdalena, geb. Berger, am 22. 2. 1911 in Meidling 19 geboren worden.

Taufpriester in Göttweig war Kaplan P. Ludwig Koller (1882-1958), einer der großen Göttweiger Historiker, der zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat (“Abtei Göttweig”, 1952). Als „Internationalist“ übernahm er 1920 die Schriftleitung einer international erscheinenden Monatsschrift in der Kunstsprache Esperanto. Während Richard Bambergers Paudorfer Volksschulzeit war P. Ludwig Pfarrer von Göttweig (1917-1921).

 

Dr. Richard Bamberger ehelichte 1938 in Göttweig Maria Saranczuk aus Paudorf Nr. 9, die ihm zeitlebens auch eine große wissenschaftliche und publizistische Stütze war. Gemeinsam gaben sie etwa 1995 das zweibändige „Österreich-Lexikon“ heraus.

Dr.Bamberger_1       Dr.Bamberger_2

Pfarrball 2004:  Links: Dr. Richard Bamberger mit Tochter Dr. Inge Auböck und Bürgermeister Karl Brugger, Rechts: Maria Bamberger mit Bürgermeister a. D. Anton Greimel und Pfarrer P. Udo Fischer.

Dr. Bamberger gründete 1948 den Österreichischen Buchklub der Jugend und war bis 1981 dessen Generalsekretär. U. a. war er Präsident des Internationalen Kuratoriums für das Jugend- buch und Leiter des Internationalen Instituts für Jugendliteratur und Leseforschung, 1988 gründete er das Institut für Leseforschung.

Herausgeber - Dr. Richard BambergerZu den bedeutendsten Werken zählen ein Lehrbuch der russischen Sprache (1946), „Mein erstes großes Märchenbuch“ (1960) sowie Jugend-Lexika wie „Die Welt von A bis Z“ und „Die Kinderwelt von A bis Z“.

Er erfuhr zahlreiche internationale Ehrungen. Er war Besitzer des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und anderer österreichischer und internationaler Auszeichnungen.

Dr. Richard Bamberger war ein weltumspannender Humanist, ein visionärer Leseforscher und Pädagoge, der bis ins hohe Alter tatkräftig seine Ideen umsetzte und ein reiches geistiges Erbe hinterläßt.

Im Rückblick erscheint die Spendung der Taufe durch den international tätigen Schriftsteller-Priester P. Ludwig Koller wie ein gutes Omen gewesen zu sein…

Gattin Maria Bamberger ist im Jänner 2005 gestorben.

Das Begräbnis fand am 27. November auf dem Friedhof Dornbach statt. Als Vertreter der Pfarre Paudorf-Göttweig nahm P. Udo daran teil.

Die Pfarre Paudorf-Göttweig erfuhr durch ihn und seine Gattin stets große Unterstützung. Über das Pfarrblatt nahmen sie regen und interessieren Anteil am Geschehen in ihrer Heimat.

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St. Blasien, 24.12.- 24 Uhr

St.Blasien gegen GöttweigNachtmenschen können heuer erstmals in St. Blasien (Klein-Wien) eine Christmette um Mitternacht feiern. Am Heiligen Abend gibt es damit im Pfarrbereich ein breit gestreutes geistliches Angebot:

 * Hirtenspiel und Kindermette: 15.30 Hellerhof

 

* Christmetten: 21.00 Hellerhof, 22.00 Göttweig, 24.00 St. Blasien

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Die wichtigsten Namenstage im Dezember

1.12. Hl. Biancaa. Die Tochter eines spanischen Königs wurde als 12jährige mit dem französischen König Ludwig VIII. vermählt. Nach dem frühen Tod ihres Gatten führte sie 9 Jahre mit fester Hand selbst die Regierung, ebenso später, als ihr Sohn Ludwig IX. auf Kreuzzug war. Gestorben etwa 65jährig in einem von ihr gegründeten Kloster.

3.12. Hl. Franz Xaver. Der junge Spanier war Mitbegründer des Jesuiten-Ordens. Mit 35 Jahren wurde er Missionar in Ostindien, drei Jahre verkündete er das Evangelium in Japan. Auf der Reise nach China verstarb er, 46 Jahre alt.

4.12. Hl. Barbara. Jugendliche Märtyrerin aus Nikomedien (heute: Türkei). Sie soll der Legende nach von ihrem Vater wegen ihres christlichen Glaubens in einen Turm gesperrt, dort jedoch auf wunderbare Weise mit der Eucharistie gestärkt worden sein. Patronin der Bergleute. Patronin der Kapelle Krustetten.

6.12. Hl. Nikolaus. Der mildtätige Bischof von Myra (heute: Türkei) lebte vermutlich im 5. Jahrhundert. Ab dem 6. Jahrhundert verbreitete sich sein Kult im Osten wie im Westen.

Einer seiner großen Verehrer war Bischof Altmann, der bei Passau das Stift St. Nikolaus gründete, von dem der Nikolaihof in Mautern und in Nikolo-Leiten am Halterbach im Paudorfer Wald seinen Namen hat. Auch in Göttweig erbaute er eine – heute nicht mehr vorhandene - Nikolauskapelle.

7.12. Hl. Gerald. Der Leiter der Domschule von Regensburg wurde Mönch in Cluny und später Bischof von Ostia. Als päpstlicher Legat weilte er in Spanien, Deutschland und Frankreich. Er wirkte mit am Zustandekommen eines kurzen Friedens zwischen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. Nach ihm war Bischof Altmann päpstlicher Legat für Deutschland.

11.12. Hl. Daniel. Einer der großen Propheten des Alten Testaments. Als Sohn einer gut situierten Familie wurde er 605 vor Chr. Nach Babylon weggeführt, wo er am Hof des Königs erzogen wurde und zu großem Einfluss gelangte. Die Löwengrube, in die ihn seine Widersacher werfen ließen, überlebte er unbeschadet. Daniel starb um 536 vor Chr. und wurde vermutlich in Babylon (heute: Irak) begraben.

15.12. Hl. Christiane (Nina). Sie lebte als Gefangene bei den Georgiern, wo sie durch ihr Gebet, ihr Vorbild und ihre Lehrtätigkeit um 322 die königliche Familie zum christlichen Glauben bekehrte, wodurch auch das Volk christlich wurde.

19.12. Hl. Adelheid. Geboren 931 als Tochter des Königs Burgund heiratete sie nach dem frühen Tod des ersten Gatten mit 20 Jahren König Otto I., auf dessen Regierung sie großen Einfluß ausübte. Sie war auch Reichsregentin unter ihrem Sohn Otto II. und Enkel Otto III. Ihre Beziehungen zur Schwiegertochter, Kaiserin Theophanu, waren dauernd gespannt. Gestorben am 16. Dezember 999.

24.12. Eva und Adam - biblische Stammeltern.

26.12. Hl. Stephan. Er war einer der ersten sieben Diakone der Urgemeinde in Jerusalem und wurde deren erster Blutzeuge („Erzmartyrer“). Als Patron des Doms von Passau wurden ihm zahlreiche Kirchen im Passauer Einflussbereich geweiht: etwa in Mautern, Tulln, Wien und Budapest.

27.12. Hl. Johannes Evangelist. Fischer vom See Genesareth, Bruder des Jakobus. Mit Petrus einer der drei bevorzugten Apostel. Dem einzigen Apostel, der unter dem Kreuz Jesu stand, vertraute jener seine Mutter Maria an. Der einzige Apostel, der nicht als Märtyrer gestorben sein soll.

29.12. Hl. David. Wurde nach Saul der zweite und später als ideal verklärte König über die 12 Stämme Israels. Er eroberte Jerusalem und machte es zur Hauptstadt. Das „Gebetbuch der Bibel“, die Psalmen, sollen auf ihn zurückgehen. Er war auch ein guter Musiker (Harfe). Bereits als Knabe hatte sich der Sieger über den Philister Goliath die Zuneigung der Seinen erworben. Auch die Haarfarbe (rotblond) hob ihn von den Übrigen ab. Durch seinen Ehebruch mit einer Frau, deren Mann er ermorden ließ, sündigte er schwer. Nach seiner Buße erhielt er die Prophezeiung, dass der Messias seinem Haus entstammen werde.

30.12. Hl. Hermine. Die Tochter eines fränkischen Großgrundbesitzers stiftete nach dem Tod ihres Gatten das Kloster Echternach und trat selbst in ein anderes ein, In Öhren bei Trier starb sie vor 710 als Äbtissin.

31.12. Hl. Melanie. Sie stammte aus einer alten römischen Adelsfamilie. Mit ihrem Gatten unterstützte sie Arme, Kirchen und Klöster großzügig. In ihrem Haus in Rom richtete sie eine Pilgerherberge ein. Auf einer Reise ins Heilige Land gründete sie am Ölberg ein Kloster und trat dort selbst mit 34 Jahren ein. 22 Jahre später starb sie nach einem strengen Gebets- und Bußleben im Jahr 439.

31.12. Hl. Silvester: Ein Jahr, nachdem Kaiser Konstantin d. Gr. den Christen im römischen Reich die Religionsfreiheit gewährt hatte, wurde er Bischof von Rom. Unter ihm wurden dort die ersten großen Kirchen errichtet - z.B. St. Peter. Er starb nach 21jähriger Amtszeit am 31. Dezember 335.


Hier werden monatlich jene Heiligen kurz dargestellt, deren Namen von mindestens fünf Pfarrangehörigen getragen werden. Bitte beachten Sie, dass es zahlreiche Heilige gleichen Namens gibt (und daher auch verschiedene Namenstage). Bei Fragen wenden Sie sich an P. Udo.

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Link zum Heiligenlexikon


”Erzbischof Dietmar” mit Weihwasser

und Salzburger Schnürlregen geweiht

Für Bischof Altmann war jeder 28. Oktober (Fest der Apostel Simon und Judas Thaddäus) ein Fest, für seine Pfarre war dieser Tag im Jahr 2007 ein Fest der Superlative, das Salzburg und Niederösterreich verband: 1100 Jahre Dietmarsdorf.

Erzbischof Dietmar - Fest_1Etwa 300 Personen feierten trotz Zeitumstellung (Ende der Sommer- zeit), spätem Beginn (10 Uhr) und regnerischen Wetters mit.

Nach dem Einzug, bei dem auch ein Reliquiar mit Reliqien der Salzburger Heiligen Rupert und Erentrudis mit- getragen wurde, nahmen auch PGR-Obfrau Fini Heninger und PKR-Obmann Franz Schrefl im Pres- byterium Plastz – als Zeichen kollegialer Leitung der Pfarre.

Erzabt Edmund Wagenhofer vom Salzburger Stift St. Peter (Erzbischof Dietmar war in Personalunion auch Abt von St. Peter) leitete die Festmesse und hielt die Festpredigt.

Abpräses Dr. Clemens Lashofer weihte die Bronzestatue „Erzbischof Dietmar“ des Paudorfer Bildhauers Leo Pfisterer bei originalgetreuem Salzburger Schnürlregen.

Zwischen Messe und Weihe richteten die Äbtissin des Stiftes Nonnberg, Frau Perpetua Hilgenberg, und der 2. NÖ Landtagspräsident Ewald Sacher Grußworte an die Versammelten.

Johann Holztrattner, der 1. Präsident des Salzburger Landtags, hielt die Festansprache. Er überbrachte die Grüße des Landes Salzburg, seiner Landesregierung, namentlich auch von Frau Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller und des Salzburger Landtags.

Zu Messbeginn konnte die PGR-Obfrau Fini Heninger neben den bereits genannten Persönlichkeiten weitere Festgäste begrüßen:

* Dr. Jiri Spacek, Ing. Jaroslav Maxa, Diakon Karel Nowak und 14 weitere Mitglieder unserer Partnerpfarre Trebic

* Dr. Karl Edtstadtler, Direktor des Salzburger Landtags

* Mag. Gerlinde Draxler (Bezirkshauptmannschaft Krems)

* Die Bürgermeister von Paudorf und Furth, Karl Brugger und Mag. Martha Löffler

* Dechant P. Benno Maier (Furth), Pfarrer P. Maurus Kocher (Brunnkirchen) und P. Joop Roeland (Wien)

* Volksschul-Direktorin Ingrid Pergher

* Josef Burger, Obmann der Lebenshilfe Oberwölbling, Eveline Helm (Werkstätten-Leiterin), Werner Stöberl (Leiter der Gartengruppe Hellerhof) und weitere Mitglieder der Lebenshilfe.

* Die Obmänner a. D. Erich Neusser (PKR) und Otto Franz (PGR)

* Die Arbeiter der Mauer-Sanierung 2007 – an der Spitze Bgm. a. D. Anton Greimel und Johann Höllmüller.

Erzbischof Dietmar - Fest_2

Weiters nahmen u. a. teil:

* Vizebürgerm. Leopold Prohaska

* Fam. Rudolf Müllner (Besitzer des ehemaligen Amtshofes des Stiftes Nonnberg in Unterwöbling)

* Hugo Rötzer, „Vater“ der pfarrlichen Homepage

* Wolfgang Leitner, Leiter der Raiba Paudorf

Die Lesung wurde von PGR-Schriftführerin Mag. Alice Klein vorgetragen, das Evangelium vom Pfarrer P. Udo.

Die fünf Fürbitten sprachen zwei Gäste aus Trebic und die Pfarrgemeinderäte Petra Brandl (mit dem wenige Tage zuvor geborenen Sohn Markus am Ambo), Hannelore Rinnofner und Markus Heninger.

Die exzellente musikalische Gestaltung besorgten Prof. Franz Haselböck (Orgel), acht Gitarristinnen (Ingrid Diwald, Daniela Doppler, Margarita Endl, Caroline Frühwald, Ursula Koch, Eva Prachinger, Ulrike Stauf und Johanna Vit) sowie ein Ensemble und die gesamte Musikkapelle Paudorf unter der Leitung von MS-Dir. Friedrich Haupt).

Die Firmlinge 2008 standen bei der Weihe mit Fackeln im Halbkreis um die Bronzeskulptur, so sie nicht ministrierten.

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Das waren die sieben Stufen zum großen Fest

Ohne Fastenzeit kein Ostern, ohne Advent kein Weihnachten. Auch das große Salzburg-Fest im Hellerhof bedurfte einer Vorbereitung in sieben Stufen, ehe der Höhepunkt erreicht wurde.

1 Am 1. Oktober, dem 935. Jahrestag der Weihe der Erentrudiskapelle durch Bischof Altmann, feierten 17 Gläubige eine meditative Messe in diesem bezaubernden Gotteshaus.

2 Am 18. Oktober kamen etwa 50 Zuhörer zu P. Udos Vortrag „Salzburg bei uns“ in den Pfarrsaal.

3 Am 21. Oktober wurde in der Sonntagsmesse ein Reliquiar geweiht, in dem sich u. a, Reliquien des Salzburg-Gründers, des Hl. Rupert, und seiner Nichte, der Hl. Erentrudis, der ersten Äbtissin von Nonnberg, befinden.

4 Am 25. Oktober nahmen zehn Personen an der klassischen Anbetung des Allerheiligsten in der Johannes-Kapelle des Hellerhofs teil.

5 Am 26. Oktober kamen etwa 80 Interessierte in die St. Blasien-Kirche, um der Lesung von P. Joop Roeland und dem Orgelspiel von Prof. Franz Haselböck zu lauschen.

Stufen zum Fest_16 Am 27. Oktober kamen trotz grauslichen Wetters – es war kalt und regnerisch – 50 Personen mit ihren Fackeln zum Mauerräuchern und Brunnensegnen in den Hellerhof. Sie umschritten das Areal des ehemaligen Dietmarsdorf und lauschten zwei begabten Trommlerinnen sowie ausgewählten Bibel-Texten.

7 Von etlichen Leuten weiß der Pfarrer, dass sie die Anregung befolgt haben, an diesem Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang zu fasten.

Die letzten Vorarbeiten...

Stufen zum Fest_2           Stufen zum Fest_3

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Solidarität mit Bischof Kräutler

Die Kollekte nach der Lesung von Joop Roeland in St. Blasien und beim Festgottesdienst wurde dem austro-brasilianischen Bischof Erwin Kräutler überwiesen. Die 700 Euro sollen ein Zeichen der Solidarität mit dem wegen seines Einsatzes für die Armen in Brasilien immer wieder mit Morddrohungen konfrontierten österreichischen Bischof sein. Vor Monaten wurde eine seiner Mitarbeiterinnen, eine Ordensfrau aus den USA, brutal ermordet.

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Mit 15 Jahren für Österreich im Gefängnis

Am 26. Oktober wurde im Heimatort von Msgr. Anton Brunner (1923-1999) eine Gedenktafel enthüllt. In der Folge war eine Wanderausstellung mit Informationstafeln vom 10. bis 18. November auch im Vorraum der Kirche St. Altmann zu sehen.

Der 1923 geborene Toni besucht das Gymnasium in Melk und will Benediktiner werden.

1938 schließt das NS-Regime das Gymnasium Melk, Toni studiert in Krems weiter.

Bald nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich verfasst der 15jährige Flugzettel mit der Aufschrift „Vergesst euren Glauben nicht“ und wirft sie aus dem Zug.

Msgr.Anton BrunnerIm Mai 1938 wird er verhaftet und in das Kreisgericht Krems gebracht.

Seinen 16. Geburtstag am 29. 5. 1938 verbringt er im Gefängnis. 1940 wird er aus allen Schulen des Reichsgaus Niederdonau ausgeschlossen, In St. Pölten erhält er daraufhin Privatunterricht durch eine Schwester der Englischen Fräulein, er kommt in Kontakt mit dem Domkaplan Dr. Franz König.

Später kann er das Mittelschulstudium in Wien fortsetzen. In seiner Klasse bildet sich abermals eine Widerstandsgruppe, die Flugblätter verteilt: „Wie lange noch wollt ihr, dass man fremde Länder überfällt?“ Am 19.Jänner 1942 werden zwei Studenten verhaftet, tags darauf auch Brunner

Am 28. August 1942 wird er gemeinsam mit dem Hauptangeklagten zum Tod verurteilt. Er kommt in die Todeszelle Nr. 56. Zweimal pro Woche erscheint das Exekutionskommando. Beinahe sieben Monate Warten in der Todeszelle.

Am 15. März 1943 wird er – man konnte ihm im Gegensatz zum Hauptangeklagten gar nichts beweisen – auf fünf Jahre Haft begnadigt. Er kommt in das Jugendgefängnis Kaiserebersdorf.

1944 meldet er sich „freiwillig“ für eine Strafkompanie der Deutschen Wehrmacht. Nach einer Kriegsgefangenschaft in Frankreich wird er Anfang 1946 in die Heimat entlassen. In St. Pölten setzt er sein Studium fort, 1950 wird er zum Priester geweiht.

Nach mehreren Kaplansposten übernimmt er 1956 bis 1987 die seelsorgliche Betreuung der Gefangenen in der Strafvollzugsanstalt Stein. Anschließend ist der in Furth wohnhafte Priester bis 1995 Pfarrer von Imbach.

Unter den Ehrungen ragen heraus:

1979 Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs und Ernennung zum Monsignore.

1982 Wirklicher Hofrat.

1985 Großes Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich.

1996 Silbernes Marktwappen Furth-Göttweig

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1768 erstmals “Pfarre Paudorf”

Überraschung: Die erste Erwähnung einer Pfarre Paudorf findet sich 1768 im Trauungsbuch der Pfarre Kapelln.

Am 24. August 1768 heiratete der Paudorfer Michael Schwab die Bindermeisterswitwe Maria Anna Sulzer aus Rassing. Beim Bräutigam ist vermerkt, er wohne derzeit in dem orth und der Pfarr Baudorf.

Den Hinweis verdanken wir dem passionierten Ahnenforscher Herbert Leitner, einem Nachkommen von Michael Schwab.

Die Familie Schwab besaß von 1697 bis 1766 das Paudorfer Haus Nr. 2 (heute: Rudolf und Elisabeth Posch).

Michael Schwabs Tante Elisabeth heiratete 1736 Johann Schwerdtfeger, einen Gesellen des Barock-Architekten Franz Anton Pilgram, der ab 1734 den Stiftsbau leitete. Johann Schwerdt- feger wurde später selbst Stiftsmaurermeister und erbaute die Türme und die Kirchenfassade.

Dessen Sohn Joseph Schwerdtfeger – ein Cousin Michael Schwabs - errichtete 1783 den Südtrakt des Stifts und die Friedhofmauer in Kl. Wien, Den Hellerhof baute er 1790 von einem Herrschaftsgebäude zu einem Miethaus um.

Josef Schwerdtfegers Enkel Leopold trat 1812 in das Stift Göttweig ein und erhielt den Ordensnamen Engelbert. Als einziger Paudorfer wurde er Abt und regierte von 1846 bis 1872 Göttweig. Unter ihm erreichte das Stift mit 81 Mönchen den höchsten Personalstand der Geschichte.

Engelbert Schwerdtfeger war der erste Göttweiger Abt, der Begräbnisse für Mönche hielt (seine Vorgänger hatten dies unter ihrer Würde erachtet).

Die älteste Glocke in Kl. Wien wurde von Abt Engelbert gestiftet, der in die Musikgeschichte als der Gute („Evangelimann“) in W. Kienzls Oper „Der Evangelimann“ eingegangen ist.

Engelbert Schwerdtfeger war nach seiner Priesterweihe drei Jahre Kaplan in seiner Heimatpfarre und hatte als solcher im Hellerhof der Jugend regelmäßig „Christenlehre“ zu halten.

  
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St. Blasien strahlt in der Nacht

Seit 26. Oktober wird die St. Blasien-Kirche täglich von 19 bis 22 Uhr von drei Strahlern hell beleuchtet.

Die Ersteinschaltung tätigte am 26. Oktober die Bürgermeisterin von Furth, Mag. Martha Löffler.

Den Anstoß zur Kirchenbeleuchtung hatten in der Karwoche die drei „Ratschen-Buben“ Dr. Hubert Hladej sowie Herbert und Erhard Frühwald gegeben. Die Elektroarbeiten wurden unter der Leitung von Franz Magerl durchgeführt.

Die Marktgemeinde Furth trägt die laufenden Strom-Kosten.

Allen ein herzliches Danke!

Um die Kirche aus dem Dorf kommend besser sehen zu können, hat der Göttweiger Forstmeister P. Maurus Kocher die Schlägerung etlicher Thujen bewilligt.

Wer Interesse hat, möge sich bei P. Udo melden.

Das Holz gehört dem, der die Bäume fällt.

 

St.Blasien erstrahlt...1Frohe Weihnachten

und ein gesegnetes Jahr 2008

wünschen Ihnen

Fini Heninger, PGR Obfrau

Franz Schrefl, PKR-Obmann

P. Udo Fischer, Pfarrer

 

und Ihr WEB-Master Hugo Rötzer

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Martin erfreute trotz Regens

Hl.Martin im RegenWie im Vorjahr regnete es am Tag des Martini-Spiels vor dem Osttor des Hellerhofs. Das tat der Freude jedoch keinen Abbruch. Nach einem Lichter- umzug wurde eine Kindermesse zu Ehren des Hl. Martin gefeiert. Herzlichen Dank den Jungscharkindern für ihr Spiel und der Familie Schickh für das Pony!

 
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Jubiläumswein

Jubiläumswein

Jung-Pfarrgemeinderat Markus Heninger hat die Etiketten für den Festwein „1100 Jahre Dietmarsdorf“ gestaltet, der reißend Absatz gefunden hat. Einige Flaschen sind noch zum Preis von € 4,50 erhältlich.

 

 

 

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Johnny Hills Freund Frank Baum spielt Oldies im Hellerhof

Frank Baum - am 15. Dezember im HellerhofEine musikalische Rarität erwartet uns am Samstag, 15. Dezember, um 19.00 Uhr im Pfarrsaal des Hellerhofs. Frank Baum verbindet seinen Besuch bei Karlo Körber mit einem Auftritt in Paudorf.

Frank Baum, einer der weltbesten Hawaiian Steel Spieler, präsentiert bei dieser Gelegenheit seine Weihnachts-CD.

Während Sie diese Zeilen lesen, ist Frank wie alle Jahre auf Europa-Tournee mit Johnny Hill.

Frank Baum ist mehrfacher Gewinner des deutschen Country-Oscars.

Mit Country Green bildete er die Hausband der RTL-Sendung „Kilometer 330“. Lange Zeit gehörte er zu den gefragtesten Studiomusikern Europas. Er spielte für Michael Holm, Paola („Blue Bayou“), Iren Sheer, Gunter Gabriel und Pop-Stars wie Peter Maffay.

 
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Bachelor Of ArtBachelor of Art

Die New Design University hat am 8. Oktober im WIFI St. Pölten die ersten Diplome Bachelor of Arts verliehen.

Unter den ersten Absolventinnen befindet sich auch eine Paudorferin: Isabel de Sordi, Tochter unserer langjährigen Pfarrblattausträgerin Hannelore de Sordi.

Herzlichen Glückwunsch!

 

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Bundeskanzler Gusenbauer als Weinpate in Höbenbach

Zum zweiten Mal war heuer am 8. November ein Bundeskanzler Weinpate im Winzerhof Dockner: Dr. Alfred Gusenbauer.

Bundeskanzler Gusenbauer als Weinpate in Höbenbach_1Er gab dem Wein den Namen „Auferstehung“ und interpretierte ihn religiös (Kernbotschaft des Christentums), allgemein menschlich („Immer wieder neu beginnen!“), staatlich (Neubeginn der Republik 1945) und tagespolitisch („Totgesagte leben länger!“).

Die Weinsegnung nahm P. Udo gemeinsam mit dem „Wein-Papst“ Johann Denk, Pfarrer von Albrechtsberg, vor.

Später schrieb Bundeskanzler Gusenbauer ins Gästebuch der Pfarre: „Auferstehung heißt Leben!“

1996 war Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky Weinpate im Winzerhof Dockner.

Bundeskanzler Gusenbauer als Weinpate in Höbenbach_2               Bundeskanzler Gusenbauer als Weinpate in Höbenbach_3

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40 Jahre Musikkapelle Paudorf:

Frühschoppen und Weinsegnung

Am 11. November, dem ersten Schneetag des neuen Winters, wurde der Frühschoppen auf Radio NÖ aus dem Turnsaal der Volksschule Paudorf übertragen. Der Anlass: Das 40jährige Bestehen der Musikkapelle Paudorf. Diese musizierte vorzüglich, daneben auch ein Ensemble der Musikkapelle Rossatz.

Frühschoppen in Paudorf - 2007    Frühschoppenmoderator Hannes Wolfsbauer

150 Zuhörer lauschten der Musik und den von Hannes Wolfsbauer interviewten Persönlichkeiten.

Nach der Sendung wurde – dem Martinitag entsprechend – Wein gesegnet. Weinpate war Landeshauptmann-Stellvertreter Ernest Gabmann. Er gab dem Jungwein (aus dem Winzerhof L. Müller, Krustetten) den Namen „Junger Kapellmeister“.

St. Blasiens Glocken im ORF

Nach der Übertragung des Frühschoppens erklingt üblicherweise auf Radio NÖ das Geläut der Pfarrkirche.

Da der Hellerhof nur eine einzige Glocke besitzt, wurde das Geläut der Filialkirche St. Blasien übertragen. Die älteste der drei Glocken von Klein Wien hat einst Abt Engelbert Schwerdtfeger, der einzige aus Paudorf stammende Abt, gestiftet

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Fasten im Advent

Kinder werden vom Religionslehrer eingeladen, sich einen „Advent-Vorsatz“ zu nehmen.

Erwachsene sollten ihnen nicht nachstehen.

Um die Sache konkret anzugehen, ist es wichtig, sich zu Adventbeginn einen Adventvorsatz zu überlegen:

* Auf etwas verzichten (Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin, Fernsehen…)

* Oder einen Tag in der Woche Fasten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

* Sich etwas Gutes vornehmen (mit Kindern eine Kerze anzünden und ein Gebet oder Lied anstimmen; Kranke oder Ältere besuchen; sich täglich 5 Minuten Zeit für ein Gebet nehmen; eine besondere Messe mitfeiern…)

Zur Unterstützung der Willenskraft steht beim Kircheneingang eine „Opferbox“. In diese können Sie – anonym – den Zettel mit einem darauf geschrieben Vorsatz werfen.

Die Box wird im Rahmen der Jugendmesse am 16. Dezember bei der Gabenbereitung zum Altar gebracht. Die Zettel werden mit Weihrauchkörner auf glühende Kohlen gelegt: Wie Weihrauch steige unser Gebet und unser Opfer auf zu Dir, o Herr!

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Maria Langegg

Fußwallfahrt nach Maria Langegg - 2007Wegen der Übertragung des Frühschoppens aus Paudorf in Radio NÖ wurde die Fußwallfahrt nach Maria Langegg um eine Woche vorverlegt. Bei strahlen- dem Wetter marschierten etwa 30 Pilger zu Fuß, 50 weitere kamen mit Autos nach.

 

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Männer

Kaum zu glauben, aber wahr: Bei mehreren Messen in der Dorfkapelle Hörfarth waren zuletzt mehr Männer als Frauen anwesend. Einmal stand es 6:5.

Bei Sonntagsmessen sind normalerweise etwa zwei Drittel der Mitfeiernden Frauen, bei Wochentagsmessen bilden diese sonst immer die überwiegende Mehrheit.

(In P. Udos erster Pfarre Pfaffendorf waren einmal bei einer Dorfmesse in Ragelsdorf die Männer mit 11 gegenüber 10 Frauen in der Mehrheit – was sofort in der Pfarrchronik vermerkt werden musste!)

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